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Intern
Institut für Geschichte

Lehrveranstaltungen

Vorlesung

PD Dr. Jorit Wintjes: Das Römische Reich in der Krise? Die Zeit der so genannten Soldatenkaiser

wöchentlich, mittwochs, 14 bis 16 Uhr – Philosophiegebäude, Hörsaal 2 (Hubland Süd)

Das halbe Jahrhundert zwischen der Ermordung des letzten Severerkaisers und dem Beginn der Herrschaft Diokletians wird traditionell als Zeit der "Soldatenkaiser" bezeichnet und vielfach immer noch als Krisenzeit wahrgenommen. Seit einiger Zeit beginnt sich die Sicht auf die Zeit zwischen 235 und 284 allerdings langsam zu wandeln, und insbesondere auf die Spätantike vorausweisende Entwicklungen rücken stärker in den Mittelpunkt. Neben einem ereignisgeschichtlichen Überblick stehen daher sowohl die Auseinandersetzung mit den Krisensymptomen der Zeit zwischen Maximinus Thrax und Diokletian als auch die Frage nach Kontinuitätslinien sowohl aus der hohen Kaiserzeit als auch in die Spätantike hinein im Mittelpunkt der Vorlesung.

Weitere Informationen zur Vorlesung auch auf der Homepage des Lehrstuhls für Alte Geschichte.

Einführende Literatur:

  • Alan Bowman (ed.), The Crisis of Empire, AD 193-337 (Cambridge Ancient History - 2nd edition), Oxford 2005 (im Uninetz verfügbar!).
  • Klaus-Peter Johne (ed.), Die Zeit der Soldatenkaiser. Krise und Transformation des Römischen Reiches im 3. Jahrhundert n. Chr. (235-284), 2 Bde., Berlin 2008.
  • Michael Sommer, Die Soldatenkaiser (Geschichte kompakt – Antike), Darmstadt 2014³.

 

Grundkurs

PD Dr. Jorit Wintjes: Grundkurs zur Alten Geschichte

wöchentlich, mittwochs, von 10 bis 12 Uhr – Philosophiegebäude, Hörsaal 3 (Hubland Süd)

Der Grundkurs gibt einen Überblick über die wichtigsten Epochen der Alten Geschichte und führt in Ereignis-, Gesellschafts-, Struktur- und Mentalitätsgeschichte der griechischen und römischen Welt ein.

Einführende Literatur:

  • Elke Stein-Hölkeskamp, Das archaische Griechenland. Die Stadt und das Meer (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 2015.
  • Sebastian Schmidt-Hofner, Das klassische Griechenland. Der Krieg und die Freiheit (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 2016.
  • Peter Scholz, Der Hellenismus. Der Hof und die Welt (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 2015.
  • Wolfgang Blösel, Die römische Republik. Forum und Expansion (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 2015.
  • Armin Eich, Die römische Kaiserzeit. Die Legionen und das Imperium (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 2014.
  • Rene Pfeilschifter, Die Spätantike. Der eine Gott und die vielen Herrscher (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 2014.

 

Proseminare

Prof. Dr. Rene Pfeilschifter:Thukydides

wöchentlich, montags, von 10 bis 12 Uhr – Lehrstuhl für Alte Geschichte (Residenz, Raum 3.37)

Thukydides beschrieb in seinem Geschichtswerk den Peloponnesischen Krieg, die Auseinandersetzung zwischen Sparta und seiner Heimatstadt Athen, die weite Teile der Mittelmeerwelt in Mitleidenschaft zog (431-404 v. Chr.). Im Mittelpunkt des Seminars steht weniger der Krieg als die Methode, mit der er dargestellt wird. Denn Thukydides war zwar nicht der erste Historiker, aber er begründete die kritische Geschichtsschreibung. Er bemühte sich darum, alle verfügbaren Quellen heranzuziehen, sie sorgfältig miteinander zu vergleichen und so der historischen Wahrheit auf den Grund zu kommen. In vielem kann er somit dem heutigen Historiker als Vorbild dienen, aber es gilt auch die deutlichen Unterschiede herauszuarbeiten, welche die moderne Geschichtsschreibung von der Thukydideischen trennen. Neben der historischen Thematik führt das Seminar in Methoden und Hilfsmittel, Quellengattungen und Nachbardisziplinen der Alten Geschichte ein.

Einführende Literatur:

  • Thukydides, Der Peloponnesische Krieg. Übersetzt und herausgegeben von Helmuth Vretska und Werner Rinner (Universal-Bibliothek 1808), Stuttgart 2000.
  • Holger Sonnabend, Thukydides (Studienbücher Antike 13), Hildesheim u. a. 2004.
  • Simon Hornblower, A Commentary on Thucydides, 3 Bde., Oxford 1991-2008.
  • Antonios Rengakos / Antonios Tsakmakis (Hrsgg.), Brill’s Companion to Thucydides, Leiden u. a. 2006 [im Campusnetz].
  • Karl-Wilhelm Welwei, Das klassische Athen. Demokratie und Machtpolitik im 5. und 4. Jahrhundert, Darmstadt 1999.

 

Prof. Dr. Rene Pfeilschifter:Die Germanienpolitik des Augustus

wöchentlich, dienstags, von 14 bis 16 Uhr – Lehrstuhl für Alte Geschichte (Residenz, Raum 3.37)

Als der römische Feldherr Drusus 9 v. Chr. gerade die Elbe überschreiten wollte, soll ihm eine Frau von übermenschlicher Gestalt entgegengetreten sein und vor dem Verhängnis gewarnt haben. Drusus gehorchte und zog sich sofort zurück, doch das half weder ihm noch den Römern: Er selbst starb auf dem Rückmarsch nach einem Sturz vom Pferd, Augustus aber schaffte es trotz fünfundzwanzigjähriger Bemühungen nicht, auch nur das Gebiet zwischen Rhein und Elbe unter seine Kontrolle zu bringen. Um die Gründe für den römischen Eroberungsversuch soll es im Seminar gehen, um die Feldzüge von Drusus, Tiberius, Varus und Germanicus, um Arminius und den germanischen Widerstand, schließlich – nach Augustus’ Tod – um die Entscheidung des Tiberius, sich mit der Rheingrenze zufriedenzugeben. Neben der historischen Thematik führt das Seminar in Methoden und Hilfsmittel, Quellengattungen und Nachbardisziplinen der Alten Geschichte ein.

Einführende Literatur:

  • Dietmar Kienast, Augustus. Prinzeps und Monarch, Darmstadt 20094.
  • Jochen Bleicken, Augustus. Eine Biographie, Berlin 1998.
  • Bruno Bleckmann, Die Germanen. Von Ariovist bis zu den Wikingern, München 2009.
  • Reinhard Wolters, Die Römer in Germanien (C. H. Beck Wissen in der Beck’schen Reihe 2136), München 20116.
  • ders., Die Schlacht im Teutoburger Wald. Arminius, Varus und das römische Germanien, München 20172.

 

Dr. Maria Osmers: Pompeius

wöchentlich, dienstags, von 12 bis 14 Uhr – Lehrstuhl für Alte Geschichte (Residenz, Raum 3.37)

Gnaeus Pompeius Magnus war – wie sein Name verrät – einer der erfolgreichsten römischen Feldherren in republikanischer Zeit. Er bewies seine militärischen Fähigkeiten so gegen die Piraten und König Mithradates VI. und sicherte auf diese Weise wie durch seine politischen Neuordnungen im Osten die Sicherheit und Stabilität im römischen Reich. Gleichzeitig gewann Pompeius später in der Innenpolitik große Bedeutung und wurde zum letzten ernstzunehmenden Gegenspieler Caesars. Mit seiner Niederlage bei Pharsalos wurde daher zugleich das Ende der Republik endgültig eingeläutet.

Im Rahmen des Seminars soll die Person des Pompeius näher betrachtet werden. Dabei sollen sein Leben und sein letztendliches Scheitern insbesondere vor dem Hintergrund der spezifischen Rahmenbedingungen der späten Republik diskutiert und analysiert werden. Neben der inhaltlichen Komponente des Seminars wird allgemein in die Arbeitsmethoden und Hilfswissenschaften der Alten Geschichte eingeführt.

Einführende Literatur:

  • Ernst Baltrusch, Caesar und Pompeius, Darmstadt 2004.
  • Jochen Bleicken, Geschichte der Römischen Republik (Oldenbourg Grundriss der Geschichte 2), München 19995.
  • Wolfgang Blösel, Die römische Republik. Forum und Expansion (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 2015 [im Campusnetz als E-Book verfügbar].
  • Karl Christ, Krise und Untergang der römischen Republik, Darmstadt 20004.
  • Karl Christ, Pompeius. Der Feldherr Roms. Eine Biographie, München 2004.
  • Matthias Gelzer, Pompeius. Lebensbild eines Römers, Wiesbaden u. a. 19842.

 

Dr. André HellerXenophons Anabasis

wöchentlich, donnerstags, von 12 bis 14 Uhr – Lehrstuhl für Alte Geschichte (Residenz, Raum 3.37)

Im Jahr 401 v. Chr. zogen zehntausend griechische Söldner zusammen mit einem persischen Heer unter Führung des Prinzen Kyros nach Babylonien, um dessen Bruder, den regierenden Großkönig Artaxerxes II., zu stürzen. Der Athener Xenophon setzte den "Zehntausend", deren Führung er bald nach der Schlacht von Kunaxa und dem Tod Kyros' des Jüngeren übernahm, mit seiner Schrift "Anabasis" ein literarisches Denkmal. Sie ist kein reiner Feldzugsbericht, sondern unterrichtet auch über "Land und Leute", das Innenleben einer Armee auf dem Marsch und das von Xenophon selbst verkörperte Idealbild eines Feldherrn. Die "Anabasis" zeigte Vertretern der panhellenischen Idee, wie Isokrates, die persische Verwundbarkeit, da den Griechen der erfolgreiche Rückzug bis ans Schwarze Meer und schließlich nach Europa gelang. Später diente sie Alexander dem Großen als Handbuch für seinen Feldzug. Griechische Paralleltexte und die indigene Überlieferung ergänzen die "Anabasis" und lassen ein lebendiges Bild des Perserreichs und der griechischen Welt um 400 entstehen.

Einführende Literatur:

  • Xenophon, Anabasis (gr.-dt.), hrsg. von W. Müri (Sammlung Tusculum), München/Zürich 1984.
  • O. Lendle, Kommentar zu Xenophons Anabasis. Bücher 1-7, Darmstadt 1995.
  • C. Tuplin (Hg.), Xenophon and his world. Papers from a conference held in Liverpool in July 1999, Stuttgart 2005.
  • J. Wiesehöfer, Das antike Persien. Von 550 v. Chr. bis 650 n. Chr., 2. Aufl. Düsseldorf/Zürich 1993.

 

Dr. André HellerRom und die Parther

wöchentlich, donnerstags, von 16 bis 18 Uhr – Lehrstuhl für Alte Geschichte (Residenz, Raum 3.37)

Über 300 Jahre lang grenzte das Imperium Romanum im Osten an das Reich der Parther. Mit der schweren Niederlage des Triumvirn Crassus bei Carrhae (53 v. Chr.) traten die Parther deutlich in das Bewusstsein Roms; unter Augustus erkannten die Römer ihren östlichen Nachbarn als ebenbürtig an. Das römisch-parthische Verhältnis war häufig durch die Frage belastet, wer die Oberhoheit über Armenien für sich beanspruchen dürfe. Im 2. Jh. n. Chr. versuchten die Kaiser Trajan (114–117), Lucius Verus (162–166) und Septimius Severus (194–199) mehrfach die Probleme militärisch zu lösen – mit wenig erfolgreichen Resultaten. Im Jahre 224 wurde die bis dahin herrschende Dynastie der Arsakiden durch die persischen Sassaniden abgelöst, was die Situation für Rom massiv verändern sollte. Bei römischen Historikern dominieren naturgemäß Berichte über Kriege oder Thronstreitigkeiten, aber verschiedene Quellen aus dem Partherreich selbst (Inschriften, Münzen, Papyri) erhellen seine Geschichte, Struktur sowie die religiösen Praktiken. Dadurch entsteht ein anschauliches Bild der langen, wechselhaften Geschicke des Reiches.

Einführende Literatur:

  • U. Ellerbrock/S. Winkelmann, Die Parther. Die vergessene Großmacht, Darmstadt/Mainz 2012.
  • O. Linz, Studien zur römischen Ostpolitik im Principat, Hamburg 2009.
  • K. Schippmann, Grundzüge der parthischen Geschichte, Darmstadt 1980.
  • K.-H. Ziegler, Die Beziehungen zwischen Rom und dem Partherreich. Ein Beitrag zur Geschichte des Völkerrechts, Wiesbaden 1964.

 

Hauptseminare

Prof. Dr. Rene Pfeilschifter: Sparta

wöchentlich, dienstags, 10 bis 12 Uhr – Philosophiegebäude, Übungsraum 20 (Hubland Süd)

Die Spartaner waren anders als die übrigen Griechen: Sie besaßen ein großes Staatsgebiet, sie schätzten den Reichtum gering, sie bauten ihre Macht auf die Unterjochung anderer Griechen, sie kämpften nur, wenn es wirklich notwendig war, sie hatten Könige, sie gründeten ihre Ordnung auf das Ideal der Gleichheit, sie gaben den Bedürfnissen der Gemeinschaft immer den Vorrang vor denen des einzelnen, sie ließen ihren Frauen große Freiheiten. Die Aufzählung ließe sich fortsetzen. Sparta faszinierte, in der Antike wie in der Neuzeit, seine Gesellschaft wurde zum Vorbild autoritärer Staaten, in der Ideengeschichte und leider auch in der Wirklichkeit.

Das Seminar widmet sich der Blütezeit des spartanischen Gemeinwesens in archaischer und klassischer Zeit, im Mittelpunkt steht weniger die Geschichte als die soziale Ordnung, ihre Entstehung, ihr Funktionieren – und ihr Preis.

Einführende Literatur:

  • Karl-Wilhelm Welwei, Sparta. Aufstieg und Niedergang einer antiken Großmacht, Stuttgart 20072.
  • Ernst Baltrusch, Sparta. Geschichte, Gesellschaft, Kultur (C. H. Beck Wissen in der Beck’schen Reihe 2083), München 20165.
  • Martin Dreher, Athen und Sparta (C. H. Beck Studium), München 20122.
  • Karl Christ (Hrsg.), Sparta (Wege der Forschung 622), Darmstadt 1986.

 

Dr. Maria Osmers: Der Beginn der severischen Dynastie: Septimius Severus und Caracalla

wöchentlich, montags, 16 bis 18 Uhr – Lehrstuhl für Alte Geschichte (Residenz, Raum 3.37)

Nach Commodus’ Ermordung konnte sich der aus Leptis Magna stammende Septimius Severus (193-211) gegen seine Rivalen durchsetzen und zum Kaiser aufsteigen. Mit ihm begann die Herrschaft der severischen Dynastie, die in vielerlei Hinsicht eine Zäsur darstellte: So kam es unter Septimius Severus und seinem Nachfolger Caracalla (211-217) zum einen zu einer Stärkung des Militärs und des Ritterstands. Zum anderen wandelten sich die Finanz- und die Reichspolitik grundlegend. Im Rahmen des Seminars werden wir die verschiedenen Reformen und Veränderungen, die im Imperium Romanum unter den frühen Severn auftraten, aufspüren und mit den Problemen und Anforderungen der Zeit in Beziehung setzen. Zugleich werden wir durch einen Blick auf frühere und spätere Entwicklungen Kontinuitäten und Prozesse im römischen Reich aufzeigen, welche den Regierungsstil der Severer prägten und ihre Herrschaft erst möglich machten.

Einführende Literatur:

  • Anthony R. Birley, Septimius Severus. The African Emperor, London 19882.
  • Brian Campbell, The Severan dynasty, in: Alan K. Bowman u.a. (Hrsg.), The Cambridge Ancient History, Band 12. The Crisis of Empire, A.D. 193–337, Cambridge 20052, 1–27.
  • Karl Christ, Geschichte der römischen Kaiserzeit. Von Augustus bis zu Konstantin, München 20055.
  • Jaś Elsner; Stephen Harrison; Simon Swain (Hrsgg.), Severan culture, Cambridge 2007.
  • Markus Handy, Die Severer und das Heer, Berlin 2009.
  • Björn Schöpe, Der römische Kaiserhof in severischer Zeit (193-235 n. Chr.), Stuttgart 2014.

 

Theorie und Methode der Geschichtswissenschaft

Prof. Dr. Rene Pfeilschifter: Sulpicius Severus, Vita sancti Martini

wöchentlich, mittwochs, 10 bis 12 Uhr – Lehrstuhl für Alte Geschichte (Residenz, Raum 3.37)

Auch wer dem Christentum fernsteht, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit schon einmal der Geschichte des Martin von Tours begegnet, der seinen Mantel teilte, um einem Bettler in bitterer Kälte zu helfen. Überliefert ist sie bei Sulpicius Severus, der noch zu Lebzeiten seines Helden, also im späten vierten Jahrhundert, die erste lateinische Vita eines Asketen schuf – so wie Martin der erste (berühmte) Asket im Westen des Reiches war. Mehr noch als ein normaler Biograph ist ein Hagiograph immer auf der Seite seines Protagonisten, ist es doch sein Ziel, dessen Gottbegnadetheit in jeder Situation zu beweisen. Fehlen andere Dokumente – dies ist bei Martin der Fall –, wird die Quellenkritik für den Historiker eine schwierige Sache. Wunder lassen sich noch leicht abtun, aber wie verhält es sich mit der Weigerung des Soldaten Martin zu kämpfen oder mit seinem Widerstreben gegen die Wahl zum Bischof? In der Übung lesen und übersetzen wir den Text und versuchen methodische Regeln für die Beurteilung des Quellenwerts aufzustellen. Von den Teilnehmern erwarte ich schon zu Beginn des Semesters Kenntnisse der religiösen Situation des vierten Jahrhunderts, dann zu jeder Stunde umfassende Vorbereitung – durch Lektüre des Texts und Studium der Literatur – und natürlich Freude an der Diskussion. Gute Lateinkenntnisse sind selbstverständlich.

Anschließend an wesentliche Momente in der Geschichte der Historiographie und/oder an aktuelle geschichtswissenschaftliche Diskurse werden in der Lehrveranstaltung Kompetenzen im Hinblick auf Probleme der fachwissenschaftlichen Theoriebildung bzw. Methodik und deren praktische Anwendung vermittelt. Die Kenntnis bzw. begleitende Lektüre grundlegender Quellen bzw. Literatur, die per Aushang bzw. in der Lehrveranstaltung bekannt gegeben werden, wird vorausgesetzt.

Regelmäßige Teilnahme, Referat mit Thesenpapier (sowie ggf. schriftliche Hausarbeit).

Einführende Literatur:

  • Sulpice Sévère, Vie de saint Martin. Introduction, texte et traduction. Commentaire et index par Jacques Fontaine, 3 Bde. (Sources Chrétiennes 133-135), Paris 1967-1969.
  • Sulpicius Severus, Vita sancti Martini. Das Leben des heiligen Martin. Lateinisch/Deutsch. Übersetzung, Anmerkungen und Nachwort von Gerlinde Huber-Rebenich (Reclams Universal-Bibliothek 18780), Stuttgart 2010.
  • Clare Stancliffe, St. Martin and his Hagiographer. History and Miracle in Sulpicius Severus, Oxford 1983.
  • Dieter von der Nahmer, Die lateinische Heiligenvita. Eine Einführung in die lateinische Hagiographie (Das lateinische Mittelalter), Darmstadt 1994.
  • Rene Pfeilschifter, Die Spätantike. Der eine Gott und die vielen Herrscher (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 20172.

 

Hauptseminare für die Masterstudiengänge

Prof. Dr. Rene Pfeilschifter:  Warum ging die römische Republik unter?

wöchentlich, montags, 16 bis 18 Uhr – Lehrstuhl für Alte Geschichte (Residenz, Raum 3.31)

Über fünfzig Jahre ist es nun her, dass Christian Meiers Res publica amissa zum ersten Mal erschien. Diese Studie ist zu einem Grundbuch der Geschichtswissenschaft geworden, die Rückkehr zu einer rein personenzentrierten Betrachtung der Ereignisse zwischen 100 und 42 v. Chr. ist seitdem unmöglich geworden. Ausgehend von Meiers Veröffentlichungen werden wir einige neuere Forschungen zur späten Republik analysieren. Dabei soll nicht nur das Blame Game gespielt werden – was waren die Ursachen für den Untergang? –, sondern auch die wichtigere Frage in den Blick kommen: Warum bestand die Republik überhaupt so lange? Das Seminar richtet sich an Masterstudenten, die über eine gute Kenntnis der letzten Phase der römischen Republik verfügen sollten. Ich bitte um persönliche Anmeldung in der Sprechstunde.

Diese Lehrveranstaltung kann ausschließlich für die Masterstudiengänge in Geschichte belegt werden. Persönliche Anmeldung beim Dozenten; weitere Informationen auch auf der Homepage des Lehrstuhls für Alte Geschichte.

Zu erbringende (Prüfungs-)Leistung

Regelmäßige Teilnahme, Referat und Hausarbeit.

Einführende Literatur:

  • Christian Meier, Res publica amissa. Eine Studie zu Verfassung und Geschichte der späten römischen Republik, Stuttgart 20174.
  • ders., Die Ohnmacht des allmächtigen Dictators Caesar. Drei biographische Skizzen, Stuttgart 20152.
  • Karl-Wilhelm Welwei, Caesars Diktatur, der Prinzipat des Augustus und die Fiktion der historischen Notwendigkeit, Gymnasium 103 (1996), 477-497.
  • Erich S. Gruen, The Last Generation of the Roman Republic, Berkeley u. a. 19952.
  • Martin Jehne, Der große Trend, der kleine Sachzwang und das handelnde Individuum. Caesars Entscheidungen (dtv Premium), München 2009.

 

Historische Hilfswissenschaften

PD Dr. Jorit Wintjes: Einführung in die Lateinische Epigraphik 

wöchentlich, dienstags, von 14 bis 16 Uhr – Lehrstuhl für Alte Geschichte (Residenz, Raum 3.36)

Inschriften zählen zu den wichtigsten nichtliterarischen Quellenzeugnissen und erlauben unterschiedlichste Einblicke in die Ereignis-, Gesellschafts- und Kulturgeschichte der Griechen und Römer. Die Übung stellt die wichtigsten Arbeitsmittel des Epigraphikers vor und führt anhand ausgewählter Beispiele in die lateinische Epigraphik ein.

Gute Lateinkenntnisse werden vorausgesetzt; nähere Informationen zum Inhalt der Übung auf der Homepage des Lehrstuhls für Alte Geschichte.

Referat und Thesenpapier (sowie ggf. schriftliche Hausarbeit) oder Klausur.

Einführende Literatur:

 

Digital Humanities

PD Dr. Jorit Wintjes: Einführung in die Konfliktsimulation

wöchentlich, dienstags, von 16 bis 18 Uhr – Lehrstuhl für Alte Geschichte (Residenz, Raum 3.36)

Das Seminar bietet zunächst einen Überblick über die Geschichte der Konfliktsimulation und führt anhand von ausgewählten Beispielen aus dem Zusammenhang der Alten Geschichte in die Nutzungsmöglichkeiten derartiger Simulationen ein.

Einführende Literatur

  • Grundlegend: P. A. G. Sabin. Simulating War: Studying Conflict Through Simulation Games. London: Continuum Publishing Corporation. 2012.

 

PD Dr. Jorit Wintjes: Historische Simulation - Erstellung

wöchentlich, mittwochs, von 8 bis 10 Uhr – Lehrstuhl für Alte Geschichte (Residenz, Raum 3.37)

Das Seminar führt in die Erstellung einer historischen Simulation ein.

Einführende Literatur:

  • Grundlegend: P. A. G. Sabin. Simulating War: Studying Conflict Through Simulation Games. London: Continuum Publishing Corporation. 2012.

 

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Am Hubland
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