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Intern
Institut für Geschichte

Lehrveranstaltungen

Wintersemester 2020/21

  

Vorlesung

PD. Dr. Katharina Wojciech: Die Spätantike

Freitag, von 16 bis 18 Uhr

Die römische Spätantike war eine äußerst spannende und facettenreiche Zeit, deren Geschichte und strukturelle Entwicklungen von starken Kaiserpersönlichkeiten wie Diokletian (284-305), Konstantin der Große (306-337), Theodosius I. (379-395) oder Justinian I. (527-565) geprägt worden sind. Zu den signifikanten Merkmalen der Epoche zählen etwa das Mehrkaisertum, die Trennung zwischen Militär- und Ziviladministration, der Ausbau Konstantinopels zur Kaiserresidenz, der Aufstieg des Christentums zur Staatsreligion, die Kodifikation des Rechts sowie das verstärkte Eindringen ‚germanischer‘ Verbände auf den Boden des Imperium Romanum. Die Vorlesung bietet zunächst einen kurzen Überblick über die politische Geschichte der Zeit zwischen 284 und 565 und thematisiert dabei auch den Sinn solcher ‚Epochengrenzen‘. In einem zweiten Teil werden ausgewählte Aspekte der Epoche, z.B. das Leben in Rom und Konstantinopel, die Besonderheiten von Recht und Gesellschaft, die Bedeutung der Glaubensfragen, die Herrschaft der Ostgoten in Italien etc. vertieft.

Einführende Literatur:

  • R. Pfeilschifter, Die Spätantike. Der eine Gott und die vielen Herrscher, 2. durchgesehene und aktualisierte Auflage, München 2017
  • A. Demandt, Geschichte der Spätantike. Das Römische Reich von Diokletian bis Justinian 284-565 n. Chr., 3., durchgesehene Auflage, München 2018

 

 

Grundkurs

Prof. Dr. Jorit Wintjes:  Grundkurs zur Alten Geschichte

Mittwoch, von 10 bis 12 Uhr

Der Grundkurs gibt einen Überblick über die wichtigsten Epochen der Alten Geschichte und führt in Ereignis-, Gesellschafts-, Struktur- und Mentalitätsgeschichte der griechischen und römischen Welt ein.

Einführende Literatur:

  • Elke Stein-Hölkeskamp, Das archaische Griechenland. Die Stadt und das Meer (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 2015.
  • Sebastian Schmidt-Hofner, Das klassische Griechenland. Der Krieg und die Freiheit (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 2016.
  • Peter Scholz, Der Hellenismus. Der Hof und die Welt (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 2015.
  • Wolfgang Blösel, Die römische Republik. Forum und Expansion (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 2015.
  • Armin Eich, Die römische Kaiserzeit. Die Legionen und das Imperium (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 2014.
  • Rene Pfeilschifter, Die Spätantike. Der eine Gott und die vielen Herrscher (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 2018².

  

  

Proseminare

Das Seminar vermittelt allgemeine Kenntnisse zur Alten Geschichte, bietet anhand ausgewählter Beispiele einen Überblick über die fachspezifischen Hilfsmittel und Methoden der Alten Geschichte und zeigt die Interdependenzen mit anderen geisteswissenschaftlichen Teildisziplinen auf.

  

PD. Dr. Katharina Wojciech:  Demosthenes – „ein Leben für die Freiheit“?

Donnerstag, von 10 bis 12 Uhr

Das 4. Jahrhundert v. Chr. gilt in Athen als die Zeit der ‚vollendeten‘ Demokratie. Dennoch treten uns in der Überlieferung einzelne Persönlichkeiten entgegen, die auf die Politik ihrer Zeit einen enormen Einfluss ausgeübt haben sollen. Einer von ihnen war Demosthenes, der als Widersacher des makedonischen Königs Philipp II. im Kampf um die Hegemonialstellung und zuletzt auch die Unabhängigkeit Athens in die Geschichte eingegangen ist.

Im Zentrum des Seminars steht deshalb die Frage nach den Möglichkeiten einzelner Individuen, auf historische Prozesse einzuwirken. Diskutiert werden sowohl zeitgenössische Quellen als auch die spätere Rezeption des Demosthenes in Antike und Moderne. Das Ziel ist es, die Legendenbildung um den Staatsmann nachzuvollziehen und ggf. zu dekonstruieren. Neben außenpolitischen Aktivitäten Athens in der Zeit der großen Auseinandersetzung mit Makedonien wird auf diese Weise auch die Funktionsweise der athenischen Demokratie im 4. Jh. intensiv besprochen.

Einführende Literatur:

  • M. H. Hansen, Die Athenische Demokratie im Zeitalter des Demosthenes. Struktur, Prinzipien und Selbstverständnis. Deutsch von W. Schuller, Berlin 1995;
  • K.-W. Welwei, Das klassische Athen. Demokratie und Machtpolitik im 5. und 4. Jahrhundert, Darmstadt 1999;
  • I. Worthington, Demosthenes of Athens and the Fall of Classical Greece, Oxford 2013.

  

Prof. Dr. Jorit Wintjes: Das 'andere Griechenland' - die Magna Graecia

Dienstag, von 14 bis 16 Uhr

Die sog. Große Griechische Kolonisation führte zur Gründung zahlreicher, später bedeutender Städte auf Sizilien und in Unteritalien, die bereits in der Antike als "Großgriechenland" bezeichnet wurden. Im Mittelpunkt des Seminars, das die Geschichte von den ersten Gründungen bis zu den Punischen Kriegen in den Blick nehmen wird, werden dabei insbesondere Geschichte und Bedeutung von Syrakus sowie des griechisch-karthagischen Konfliktes im westlichen Mittelmeerraum stehen.

Einführende Literatur:

  • G. Ceserani, Italy's Lost Greece: Magna Graecia and the Making of Modern Archaeology, Oxford 2012;
  • T. J. Dunbabin, The Western Greeks, Oxford 1948.

 

PD Dr. Maria Osmers:  Kaiser Trajan

Dienstag, von 12 bis 14 Uhr

Germanicus Iulius Caesar war ein Angehöriger der julisch-claudischen Dynastie und der berühmteste Feldherr seiner Zeit. Als Augustus im Jahr 4 n. Chr. seine Nachfolge zugunsten des Tiberius regelte, geschah dies nur unter der Maßgabe, dass dieser gleichzeitig Germanicus adoptierte. Er war somit der designierte Thronerbe. Im Jahr 17 n. Chr. wurde Germanicus nach einer mehrjährigen militärischen Kampagne in Germanien nach Rom zurückberufen. Dort feierte er einen pompösen Triumph. Die römische Öffentlichkeit, die den Thronfolger wegen seiner Volksnähe im höchsten Maße verehrte, lag ihrem Liebling zu Füßen. Bereits kurz darauf wurde er mit einem umfassenden imperium ausgestattet, das ihn rechtlich über die Provinzstatthalter stellte und lediglich jenem des Tiberius unterstand, und in den Orient entsandt. Dort sollte er die politischen Verhältnisse in den östlichen Provinzen ordnen. Keine zwei Jahre später fand er in der syrischen Metropole Antiocheia unerwartet den Tod. Die römische Bevölkerung verfiel daraufhin in einen Zustand beispielloser Trauer und klammerte sich an Verschwörungstheorien, die sich um eine angebliche Ermordung des Thronfolgers rankten. Der vermutete Drahtzieher hinter dem Komplott war kein Geringerer als der Kaiser selbst.

Das Seminar bietet einen Überblick über die Überlieferung zum Aufenthalt des Germanicus im Orient sowie zu den Umständen und Folgen seines Todes. Die Veranstaltung führt zudem allgemein in die Arbeitsmethoden und Hilfswissenschaften der Alten Geschichte ein.

Einführende Literatur:

  • G. Bonamente; M. P. Segolini (Hrsgg.), Germanico. La persona, la personalità, il personaggio nel bimillenario dalla nascita. Atti del convegno Macerata-Perugia, 9–11 Maggio 1986, Rom 1987;
  • W. Eck, Mord im Kaiserhaus? Ein politischer Prozeß im Rom des Jahres 20 n. Chr., Jahrbuch des Historischen Kollegs 1996, 99–132;
  • E. Koestermann, Die Mission des Germanicus im Orient, Historia 8, 331–75;
  • L. Powell, Germanicus. The magnificent life and mysterious death of Rome’s most popular general, Barnsley; R. Seager, Tiberius, 2. Aufl., Malden (MA) 2005.

  

Adrian Erben, M.A. : Germanicus im Orient (17–19 n. Chr.)

Montag, von 8 bis 10 Uhr

„Wohl aber waren wir in Frömmigkeit und Religiosität und in Hinsicht auf das eine Wissen, dass durch das Walten der Götter alles bestimmt und geleitet wird, allen Völkern und Nationen überlegen.“ So erklärte Cicero den römischen Siegeszug, obwohl sie ihren Gegnern an Zahl und Voraussetzungen nicht überlegen gewesen seien. In dieser exakten Beachtung der von den Göttern gesetzten Normen vor einer Kriegserklärung, dem Konzept des „bellum iustum“, lag der römische Erfolg begründet. Wenn also der Krieg durch göttlichen Willen legitimiert war, wie war dann mit Rückschlägen umzugehen?

Anhand ausgewählter Beispiele soll erarbeitet werden, wie Niederlagen in den Quellen beschrieben und in welcher Weise verantwortliche Personen als „Sündenböcke“ konstruiert wurden. Darüber hinaus ist auch zu fragen, welche Ursachen die Niederlagen hatten und ob die Verantwortlichen tatsächlich Fehler begingen, die hätten vermieden werden können.

Einführende Literatur: 

  • J. H. Clark, Triumph in defeat. Military loss and the Roman Republic, Oxford/New York 2014;
  • S. Geist, Der gescheiterte Feldherr (dux ferox). Der besiegte römische Feldherr als literarische Figur, Frankfurt a. M. u. a. 2009;
  • S. Lentzsch, Roma victa. Von Roms Umgang mit Niederlagen, Stuttgart 2019;
  • J. Toner, Roman disasters, Cambridge/Malden, MA 2013.

  

PD Dr. André Heller:  Roms Umgang mit Niederlagen

Donnerstag, von 12 bis 14 Uhr

„Wohl aber waren wir in Frömmigkeit und Religiosität und in Hinsicht auf das eine Wissen, dass durch das Walten der Götter alles bestimmt und geleitet wird, allen Völkern und Nationen überlegen.“ So erklärte Cicero den römischen Siegeszug, obwohl sie ihren Gegnern an Zahl und Voraussetzungen nicht überlegen gewesen seien. In dieser exakten Beachtung der von den Göttern gesetzten Normen vor einer Kriegserklärung, dem Konzept des „bellum iustum“, lag der römische Erfolg begründet. Wenn also der Krieg durch göttlichen Willen legitimiert war, wie war dann mit Rückschlägen umzugehen?

Anhand ausgewählter Beispiele soll erarbeitet werden, wie Niederlagen in den Quellen beschrieben und in welcher Weise verantwortliche Personen als „Sündenböcke“ konstruiert wurden. Darüber hinaus ist auch zu fragen, welche Ursachen die Niederlagen hatten und ob die Verantwortlichen tatsächlich Fehler begingen, die hätten vermieden werden können.

Einführende Literatur: 

  • J. H. Clark, Triumph in defeat. Military loss and the Roman Republic, Oxford/New York 2014;
  • S. Geist, Der gescheiterte Feldherr (dux ferox). Der besiegte römische Feldherr als literarische Figur, Frankfurt a. M. u. a. 2009;
  • S. Lentzsch, Roma victa. Von Roms Umgang mit Niederlagen, Stuttgart 2019;
  • J. Toner, Roman disasters, Cambridge/Malden, MA 2013.

  

PD Dr. André Heller:  Geschichte und Kultur des Perserreiches

Donnerstag, von 16 bis 18 Uhr

Das Reich der Perser, begründet um die Mitte des 6. Jh. v. Chr. von Kyros dem Großen, kann als erstes Weltreich der Geschichte gelten. Es ersteckte sich von Kleinasien über Ägypten bis nach Indien. Während für die Griechen die Perserkriege ein identitätsstiftendes Ereignis waren, stellten sie für den Perserkönig nur eine Niederlage an der Peripherie dar. Zwar zeigte der „Zug der Zehntausend“ (401/399) die Schwäche des Reiches, doch stimmt der Eindruck von einem „Koloss auf tönernen Füßen“ nicht. Der Untergang des Reiches durch den Eroberungszug Alexanders des Großen kam völlig überraschend. Zwischen Persern und Griechen bestand ein reger kultureller Austausch, es wurde persischer Lebensstil adaptiert, und Griechen standen als Söldner, Künstler oder Ärzte in persischen Diensten.

Neben der oft stereotypen griechischen Überlieferung (Herodot, Ktesias) stehen zahlreiche indigene Quellen zur Verfügung, die über Verwaltung, Hofleben und Kultur Auskunft geben.

Einführende Literatur: 

  • P. Briant, From Cyrus to Alexander. A history of the Persian Empire, Winona Lake, IN 2002;
  • M. Waters, Ancient Persia. A concise history of the Achaemenid Empire, 550–330 BCE, Cambridge 2014;
  • J. Wiesehöfer, Das antike Persien. Von 550 v. Chr.-650 n. Chr., Düsseldorf 2005;
  • Ders., Das frühe Persien. Geschichte eines antiken Weltreichs, 4. Aufl. München 2009;
  • W. Will, Die Perserkriege, München 2010.

  

  

Hauptseminare

PD Dr. Maria Osmers: Spätantike Herrscherbilder

Mittwoch, von 12 bis 14 Uhr

In der Spätantike änderten sich die Rahmenbedingungen der Herrschaft im römischen Reich: Der Aufstieg des Christentums, gesellschaftliche und soziale Wandlungsprozesse sowie Herausforderungen im Inneren und an den Grenzen schufen neue Voraussetzungen, auf welche die römischen Kaiser reagieren mussten.

Im Rahmen des interdisziplinär ausgerichteten Seminars wollen wir aus archäologischer und althistorischer Perspektive nachvollziehen, wie sich dies in der Repräsentation der Herrscher niederschlug. Anhand von literarischen und bildlichen Quellen werden wir untersuchen, welche Erwartungen in der Spätantike an einen römischen Kaiser gestellt wurden und wie sich dies auf seine Darstellung auswirkte. Dabei werden wir auch Kontinuitäten und Brüche, die sich in den Herrscherbildern finden lassen, gegenüber früheren Zeiten herausarbeiten.

Einführende Literatur:

  • F. A. Bauer, Stadt, Platz und Denkmal in der Spätantike. Untersuchungen zur Ausstattung des öffentlichen Raums in den spätantiken Städten Rom, Konstantinopel und Ephesos, Mainz 1996;
  • M. Kovacs, Kaiser, Senatoren und Gelehrte. Untersuchungen zum spätantiken männlichen Privatporträt, Wiesbaden 2014;
  • F. K. Maier, Palastrevolution. Der Weg zum hauptstädtischen Kaisertum im Römischen Reich des vierten Jahrhunderts, Paderborn 2019;
  • E. Mayer, Rom ist dort, wo der Kaiser ist. Untersuchungen zu den Staatsdenkmälern des dezentralisierten Reiches von Diocletian bis zu Theodosius II., Mainz 2002;
  • R. Pfeilschifter, Der Kaiser und Konstantinopel. Kommunikation und Konfliktaustrag in einer spätantiken Metropole, Berlin 2013;
  • J. Wienand, Der Kaiser als Sieger. Metamorphosen triumphaler Herrschaft unter Constantin I., Berlin 2012.

  

PD Dr. Felix Maier: Identitäts- und Kulturkonflikte im Römischen Reich im 1. Jh. n.Chr.

Montag, 16 bis 18 Uhr

Das Römische Reich, das von Gibraltar bis nach Mesopotamien, von Afrika bis nach Britannien reichte, umfasste viele verschiedene Ethnien und Kulturen. Nach der Phase ihrer Eroberung mussten die Unterworfenen ihre Stellung in diesem Herrschaftsterritorium neu verorten und ihre Beziehung zu den Eroberern neu gestalten. In dem Seminar werden die dabei sichtbaren Akkulturationsprozesse und -konflikte unter politischen, kulturell und sozialen Aspekten erörtert und vor allem auch die Anwendbarkeit postkolonialer Theorien auf den antiken Kontext diskutiert.

Einführende Literatur:

  • Revell, L.: Ways of Being Roman. Discourses of Identity in the Roman West, Oxford 2016.
  • Andrade, N.: Syrian Identity in the Roman Word, Cambridge 2013.
  • Whitmarsh, T.: Local Knowledge and Microidentities in the Imperial Greek World, Cambridge 2010.
  • Dench, E.: Empire and Political Cultures in the Roman World, Cambridge 2018.

 

  

Oberseminar

PD. Dr. Katharina Wojciech:  Oberseminar zur Alten Geschichte

Mittwoch, von 16 bis 18 Uhr – Lehrstuhl für Alte Geschichte, Residenz, Raum 3.31 (Dienstzimmer Pfeilschifter)

Das Seminar dient der Vorstellung und Diskussion von Qualifikationsarbeiten sowie kleinerer und größerer Forschungsprojekte. Ich bitte um persönliche Anmeldung in der Sprechstunde.

Hinweise: Persönliche Anmeldung beim Dozenten; weitere Informationen zum Oberseminar auch auf der Homepage des Lehrstuhls für Alte Geschichte.

  

  

(Übung) Theorie und Methode der Geschichtswissenschaft

PD Dr. Maria Osmers: Worüber lachten Griechen und Römer? Komödien, Satiren und Witze in der Antike

Mittwoch, von 10 bis 12 Uhr
    
Humor war ein fester Bestandteil der griechisch-römischen Zivilisation. So lachten die Hellenen über die Komödien des Aristophanes und Menander, die Römer amüsierten sich über die zotigen Stücke des Plautus. Auch in höchsten intellektuellen Kreisen war Humor keineswegs verpönt, wie die Spottgedichte und Satiren von Horaz oder Juvenal beweisen. Wie wichtig Heiterkeit im Alltag war, belegen antike Witzsammlungen, die Anekdoten und Scherze für die abendliche Unterhaltung bereitstellten. Aufgrund dieses Befunds wollen wir uns der Antike in der Übung einmal nicht über die ernsten Werke eines Thukydides, Cicero oder Tacitus nähern. Stattdessen werden wir untersuchen, was für die Griechen und Römer als „witzig“ galt und was dies wiederum insgesamt über die antiken Gesellschaften aussagen kann.

Einführende Literatur:

  • M. Beard, Das Lachen im alten Rom. Eine Kulturgeschichte, Darmstadt 2016;
  • R. M. Rosen, Making mockery. the poetics of ancient satire, Oxford 2007;
  • A. H. Sommerstein: Talking about Laughter: and other studies in Greek comedy; Oxford 2009,
  • K.-W. Weeber, Humor in der Antike, Stuttgart 2006.

Leistungsnachweis: Regelmäßige Teilnahme, Referat mit Thesenpapier (sowie ggf. schriftliche Hausarbeit).

  

  

Übungen (Historische Hilfswissenschaften)

PD. Dr. Katharina Wojciech: Antike Rhetorik

Donnerstag, von 14 bis 16 Uhr

In der öffentlichen Kommunikation nahm die Rhetorik in der Antike eine besonders wichtige Stellung ein. Erste Reden finden sich schon in den homerischen Epen, für die athenische Demokratie galt das Ideal der Isegorie (Redefreiheit) und auch in Rom waren Reden im Senat, in der Volksversammlung oder vor Gericht ein probates Mittel der politischen Auseinandersetzung. In der Übung wird die Entwicklung der Redekunst exemplarisch nachvollzogen. Dabei werden sowohl antike Autoren konsultiert, die sich mit der Rhetorik als Kunstform auseinandergesetzt haben (z.B. Aristoteles, Quintilian), als auch einzelne erhaltene Reden analysiert. Wir erfahren, warum Herrscher bewundert, gehörnte Ehemänner bemitleidet, perfide Mörder bestraft oder leichtlebige Damen gefürchtet werden sollten. Das Ziel ist es, diese Quellengattung und ihre Wirkungsweise besser kennenzulernen. Kenntnisse des Altgriechischen und/oder Lateinischen sind dabei von Vorteil, aber nicht obligatorisch.

Einführende Literatur:

W. Stroh, Die Macht der Rede. Eine kleine Geschichte der Rhetorik im alten Griechenland und Rom, Berlin 2011.

Hinweise: Latein- sowie Griechischkenntnisse sind von Vorteil; nähere Informationen zum Inhalt der Übung auf der Homepage des Lehrstuhls für Alte Geschichte.

Leistungsnachweis: Referat und Thesenpapier (sowie ggf. schriftliche Hausarbeit) oder Klausur.

  

  

Digital Humanities

Prof. Dr. Jorit Wintjes:  Einführung in die Konfliktsimulation

Dienstag, 16 bis 18 Uhr

Das Seminar bietet zunächst einen Überblick über die Geschichte der Konfliktsimulation und führt anhand von ausgewählten Beispielen aus dem Zusammenhang der Alten Geschichte in die Nutzungsmöglichkeiten derartiger Simulationen ein.

Einführende Literatur:

  • Grundlegend: P. A. G. Sabin. Simulating War: Studying Conflict Through Simulation Games. London: Continuum Publishing Corporation. 2012.

  

Prof. Dr. Jorit Wintjes:  Historische Simulation – Erstellung: Noble-Minded Friends and Comrades – das Offizierskorps der Royal Navy im 19. Jh.

Mittwoch, von 8 bis 10 Uhr

Das Seminar führt in die Erstellung einer historischen Simulation ein.

Einführende Literatur:

  • Grundlegend: P. A. G. Sabin. Simulating War: Studying Conflict Through Simulation Games. London: Continuum Publishing Corporation. 2012