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Intern
Institut für Geschichte

Lehrveranstaltungen

Vorlesung

PD Dr. Felix Maier: Säulen nach Athen tragen - Griechische Kulturgeschichte des 5. Jahrhunderts

Mittwoch 14-16 Uhr – Philosophiegebäude, Hörsaal 02 (Hubland Süd)

Das fünfte Jahrhundert läutet in der griechischen Geschichte die sogenannte Epoche der „Klassik“ ein. Diese Bezeichnung wurde jener Zeitspanne vor dem Hintergrund entscheidender Entwicklungen in der politischen Theorie (Demokratie), Literatur (Tragödie/Komödie/Geschichtsschreibung), Kunst (Skulptur/Bauwesen) und der Philosophie verliehen. In der Vorlesung sollen die wichtigsten Aspekte dieser Prozesse (mit einem Schwerpunkt auf Athen) nachgezeichnet und die geistesgeschichtliche Bedeutung der jeweiligen Strömungen bis in unsere heutige Zeit dargestellt werden.

Einführende Literatur:

  • Sebastian Schmidt-Hofner, Das klassische Griechenland. Der Krieg und die Freiheit. München 2016.
  • Christian Meier, Die Entstehung des Politischen bei den Griechen, Frankfurt am Main 1980.
  • Michael Stahl, Gesellschaft und Staat bei den Griechen. 2 Bde., Paderborn 2003.

Grundkurs

PD Dr. Jorit Wintjes: Grundkurs zur Alten Geschichte

Mittwoch 10-12 Uhr – Philosophiegebäude, Hörsaal 03 (Hubland Süd)

Der Grundkurs gibt einen Überblick über die wichtigsten Epochen der Alten Geschichte und führt in Ereignis-, Gesellschafts-, Struktur- und Mentalitätsgeschichte der griechischen und römischen Welt ein.

Einführende Literatur:

  • Elke Stein-Hölkeskamp, Das archaische Griechenland. Die Stadt und das Meer (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 2015 [im Campusnetz als E-Book verfügbar].
  • Sebastian Schmidt-Hofner, Das klassische Griechenland. Der Krieg und die Freiheit (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 2016 [im Campusnetz als E-Book verfügbar].
  • Peter Scholz, Der Hellenismus. Der Hof und die Welt (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 2015 [im Campusnetz als E-Book verfügbar].
  • Wolfgang Blösel, Die römische Republik. Forum und Expansion (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 2015 [im Campusnetz als E-Book verfügbar].
  • Armin Eich, Die römische Kaiserzeit. Die Legionen und das Imperium (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 2014 [im Campusnetz als E-Book verfügbar].
  • Rene Pfeilschifter, Die Spätantike. Der eine Gott und die vielen Herrscher (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 2014 [im Campusnetz als E-Book verfügbar]. 

 

 

Proseminare

Prof. Dr. Rene Pfeilschifter:  Der Tag von Eleusis 168 v. Chr. 

Dienstag 14-16 Uhr – Lehrstuhl für Alte Geschichte (Residenz, Raum 3.37)

Der Balkankrieg hinderte die westliche Vormacht lange daran, in den wieder offen ausgebrochenen Nahostkonflikt einzugreifen. Schließlich verschaffte ihr der Sieg über Makedonien doch die nötige Bewegungsfreiheit, und die Römer entschieden den Kampf zwischen dem syrischen Seleukidenreich und dem ptolemäischen Ägypten: nicht durch die Entsendung von Legionen, sondern durch das Ultimatum eines einzelnen Gesandten. König Antiochos IV., der schon in Eleusis stand, unmittelbar vor Alexandreia, gehorchte sofort und zog sich nach Syrien zurück. In der damaligen Welt existierte nämlich kein Land mehr, das es mit den Römern aufnehmen konnte. Alle Gegner hatte Rom ausgeschaltet, nichts ging mehr gegen den erklärten Willen der einzigen verbliebenen Supermacht. Neben der historischen Thematik führt das Seminar in Methoden und Hilfsmittel, Quellengattungen und Nachbardisziplinen der Alten Geschichte ein.

Einführende Literatur:

  • Hans-Joachim Gehrke, Geschichte des Hellenismus (Oldenbourg Grundriss der Geschichte 1A), München 20084 [im Campusnetz].
  • Wolfgang Blösel, Die römische Republik. Forum und Expansion (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 2015 [im Campusnetz].
  • Herbert Heftner, Der Aufstieg Roms. Vom Pyrrhoskrieg bis zum Fall von Karthago (280-146 v. Chr.), Regensburg 1997.
  • Heinz Heinen, Die politischen Beziehungen zwischen Rom und dem Ptolemäerreich von ihren Anfängen bis zum Tag von Eleusis (273-168 v. Chr.), in: Hildegard Temporini (Hrsg.), Aufstieg und Niedergang der römischen Welt, Bd. 1,1, Berlin u. a. 1972, 633-659.
  • Günther Hölbl, Geschichte des Ptolemäerreiches. Politik, Ideologie und religiöse Kultur von Alexander dem Großen bis zur römischen Eroberung, Darmstadt 1994.

 

PD Dr. Jorit Wintjes:  Die antoninische Dynastie

Mittwoch 16-18 Uhr –Lehrstuhl für Alte Geschichte (Residenz, Raum 3.37)

Mit der Ermordung Domitians im Jahre 96 n. Chr. fand die zweite Dynastie der römischen Kaiserzeit ein Ende. Ihr folgte nach einer kurzen Übergangszeit die antoninische Dynastie, deren Herrschaftszeit traditionell auch als "Adoptivkaisertum" bezeichnet wird und als ein Höhepunkt sowohl der politisch-militärischen als auch der zivilisatorischen Entwicklung des römischen Reiches gilt. Im Mittelpunkt des Seminars werden das Ende der Dynastie der Flavier sowie die Herrschaft von Nerva, Trajan und Hadrian stehen.

Einführende Literatur

  • K. Bowman et al. (ed.), The High Empire: A.D. 70 - 192, Oxford 2000 [im Campusnetz].

 

Dr. Maria Osmers: Das frühe Christentum und Rom

Montag, 1214 Uhr – Lehrstuhl für Alte Geschichte, Raum 3.37 (Residenz)  

Das Christentum entwickelte sich innerhalb des römischen Reiches von einer jüdischen Sekte zu einer schließlich von den Kaisern geförderten und privilegierten Religion. Trotz lokaler und zeitweise gar reichsweiter Verfolgungen gelang es den christlichen Gemeinden, sich erfolgreich im gesamten imperium romanum auszubreiten. Im Seminar wollen wir nachvollziehen, worin die Attraktivität des neuen Glaubens lag und zugleich, wie und warum es den frühen Christen gelang, ihre Religion trotz des Widerstands, der ihnen begegnete, immer weiter zu verbreiten. Neben der inhaltlichen Komponente des Seminars wird allgemein in die Arbeitsmethoden und Hilfswissenschaften der Alten Geschichte eingeführt.

Einführende Literatur:

  • Norbert Brox, Kirchengeschichte des Altertums, Düsseldorf 1998
  • Peter Guyot; Richard Klein (Hrsg.), Das frühe Christentum bis zum Ende der Verfolgungen. Eine Dokumentation, 2 Bde., Darmstadt 1997
  • Christoph Markschies, Das antike Christentum. Frömmigkeit, Lebensformen, Institutionen, München 2006
  • Luce Pietri u.a. (Hrsg.), Die Geschichte des Christentums. Religion, Politik, Kultur, Sonderausgabe Altertum, 3 Bde, Freiburg u. a. 2005 (dt. Ausgabe bearbeitet v. T. Böhm u.a.)
  • Karin Piepenbrink, Antike und Christentum, Darmstadt 2007

 

Dr. André Heller:  Das Seleukidenreich

Donnerstag 12-14 Uhr – Lehrstuhl für Alte Geschichte, Raum 3.37 (Residenz)  

Von den Nachfolgestaaten des Alexanderreichs errichteten die Seleukiden den territorial ausgedehntesten Staat, der sich anfangs von Indien bis zur Ägäis erstreckte. Die Größe des Reiches und die verschiedenen Ethnien mit ihren Traditionen machten ihn nur schwer regierbar. In sechs syrischen Kriegen stritten sie mit den Ptolemäern um die Kontrolle der phönikischen Küste. Antiochos III. (223–187 v.Chr.) gelang, nach einer Phase des Niedergangs, die Rückgewinnung vieler Territorien, was ihn in den Konflikt mit Rom führte. Nach seiner Niederlage waren beide Mächte zwar räumlich weit getrennt, dennoch musste sich Antiochos IV. auf Geheiß Roms wieder aus Ägypten zurückziehen (168 v.Chr.). In den folgenden Jahrzehnten musste das Reich territoriale Verluste im Osten hinnehmen und versank durch Bürgerkriege in anhaltende Agonie. Schließlich beendete Pompeius sein Schattendasein und wandelte das Restreich in die römische Provinz Syria um (64/3 v.Chr.). Das historische Vermächtnis der Seleukiden wirkte jedoch nach: Sie verwandelten das vorher randständige Syrien in eine blühende Städtelandschaft; auch die Seleukidenära (seit 312/1 v.Chr.) blieb als Jahreszählung lange in Gebrauch (teils bis ins 20. Jh.).

Einführende Literatur:

  • Kai Ehling, Untersuchungen zur Geschichte der späten Seleukiden (164–63 v.Chr.). Vom Tode des Antiochos IV. bis zur Einrichtung der Provinz Syria unter Pompeius, Stuttgart 2008
  • Paul Kosmin, The land of the elephant kings. Space, territory, and ideology in the Seleucid empire, Cambridge, MA/London 2014.
  • Burkhard Meißner, Hellenismus, 2. Aufl. Darmstadt 2016.
  • Peter Mittag, Antiochos IV. Epiphanes. Eine politische Biographie, Berlin 2008

 

Dr. André Heller:  Kleopatra VII.

Donnerstag, 1618 Uhr – Lehrstuhl für Alte Geschichte, Raum 3.37 (Residenz)  

Die Persönlichkeit Kleopatras übt bis heute eine ungemeine Faszination aus. Ihr Bild in der antiken Überlieferung ist stark stereotyp verzerrt, beinahe dämonisiert. Erst die neuere Forschung begann, das Bild zu modifizieren und ihr so gerecht zu werden. Kleopatra führte als letzte Pharaonin des ptolemäischen Ägypten, im Schatten des römischen Bürgerkriegs, das Land am Nil zu hoher Blüte; durch ihre Heirat mit dem Triumvirn M. Antonius kamen territoriale Zugewinne in der Levante hinzu. Ihr Aufstieg zur Macht und ihr Ende verliefen dramatisch und trugen so zur Legendenbildung maßgeblich bei. Das Jahr 31 v.Chr. brachte jedoch nicht nur ihr und M. Antonius den Untergang, sondern Octavians Sieg in der Seeschlacht von Actium ebnete diesem, dem späteren Augustus, den Weg zur Alleinherrschaft im Imperium Romanum. Wie gelang es Kleopatra, deren oft betonte Schönheit sich in den wenigen erhaltenen Porträts kaum widerspiegelt, zwei der mächtigsten Männer ihrer Zeit – Caesar und M. Antonius – nacheinander in ihren Bann zu ziehen? Welche politischen Ziele versuchte sie zu verwirklichen und woran scheiterte sie? Dabei ist auch ihrem Nachleben in Kunst, Literatur und Film bis in die Moderne nachzuspüren.

Einführende Literatur:

  • Günther Hölbl, Geschichte des Ptolemäerreichs, Darmstadt 1994, 195–269.
  • Manfred Clauss, Kleopatra, 4. Aufl. München 2010.
  • Sabine Kubisch/Hilmar Klinkott, Kleopatra. Pharaonin, Göttin, Visionärin, Stuttgart 2011.
  • Christoph Schäfer, Kleopatra, Darmstadt 2006.
  • Wolfgang Schuller, Kleopatra, 2. Aufl. Reinbek b. Hamburg 2006.

 

Hauptseminare

Dr. Maria Osmers: Antike Naturwissenschaft. Fachliteratur und Spezialwissen in der klassischen und hellenistischen Zeit.

Dienstag: 10-12 Uhr – Lehrstuhl für Alte Geschichte (Residenz, Raum 3.37)

Obwohl sich die Naturwissenschaften beständig fortentwickeln, ist das antike Hellas in vielen Fächern nach wie vor präsent. So treten uns griechische Gelehrte wie Thales, Pythagoras sowie Euklid in mathematischen Lehrsätzen entgegen und Ärzte schwören den hippokratischen Eid. Die Anfänge der Geographie werden mit Namen wie Anaximander und Eratosthenes in Verbindung gebracht, Archimedes gilt als bedeutendster Physiker und Ingenieur der Antike. In dem Seminar wollen wir uns einerseits mit den technischen Errungenschaften und den naturwissenschaftlichen Erkenntnissen der Gelehrten aus klassischer und hellenistischer Zeit beschäftigen. Andererseits wollen wir die Rahmenbedingungen nachvollziehen, welche die Entstehung und Entwicklung naturwissenschaftlicher Fachliteratur in diesen Epochen möglich machten, und zugleich die gesellschaftliche Bedeutung von Spezialwissen ergründen.

Einführende Literatur:

  • Klaus Döring u. a., Antike Naturwissenschaft und ihre Rezeption. 2 Bände, Bamberg 1992.
  • Hellmut Flashar (Hrsg.), Antike Medizin (Wege der Forschung, 221), Darmstadt 1971.
  • Marietta Horster u. a. (Hrsgg.), Antike Fachschriftsteller. Literarischer Diskurs und sozialer Kontext, Stuttgart 2003.
  • Helmuth Schneider, Einführung in die antike Technikgeschichte, Darmstadt 1992.
  • Holger Sonnabend, Antike Geographie, Stuttgart 2013.

 

PD Dr. Jorit Wintjes: Das Vierkaiserjahr

Freitag 10-12 Uhr – Lehrstuhl für Alte Geschichte (Residenz, Raum 3.37)

Das Ende des Julisch-Claudischen Hauses löst den ersten großen Bürgerkrieg in der römischen Geschichte seit dem Ende der Auseinandersetzung zwischen Marcus Antonius und Octavianus rund ein Jahrhundert zuvor aus; am Ende wird mit den Flaviern die zweite Dynastie des Prinzipats aus ihm hervorgehen. Für die Auseinandersetzungen des Jahres 69 ist die Quellenlage so gut wie für kaum einen anderen inneren Konflikt in der römischen Kaiserzeit. Im Mittelpunkt des Seminars wird daher eine Auseinandersetzung mit der politisch-militärischen Ereignisgeschichte stehen.

Textgrundlage: Tacitus: Historien, übers. v. H. Vreska, Stuttgart 1986 (zur Anschaffung empfohlen!)

Einführende Literatur:

  • K. Bowman et al., The Cambridge Ancient History Volume 10: The Augustan Empire, 43 BC–AD 69, Cambridge 1996².

 

Oberseminar

Prof. Dr. Rene Pfeilschifter: Oberseminar zur Alten Geschichte

Mittwoch 10–12 Uhr – Lehrstuhl für Alte Geschichte (Residenz, Raum 3.37)

Das Seminar dient der Vorstellung und Diskussion von Qualifikationsarbeiten sowie kleinerer und größerer Forschungsprojekte.

Persönliche Anmeldung beim Dozenten; weitere Informationen zum Oberseminar auch auf der Homepage des Lehrstuhls für Alte Geschichte.

 

Wissenschaftliche Übungen

Dr. Maria Osmers: Strukturen, Systeme und Felder: Der Nutzen von theoretischen Konzepten in der Geschichtswissenschaft

Montag 16-18 Uhr – Lehrstuhl für Alte Geschichte (Residenz, Raum 3.36)

Strukturen, Systeme und Felder: Begriffe wie diese tauchen in der Sekundärliteratur immer wieder auf, ohne dass allen so richtig klar ist, was genau sich hinter diesen Wörtern verbirgt. Daher wollen wir in dieser Übung durch gemeinsame Lektüre ausgewählte theoretische Konzepte aus Soziologie und Politikwissenschaft kennenlernen und diskutieren. In einem weiteren Schritt wollen wir die Konzepte anwenden und anhand von historischen Beispielen überprüfen, worin der Nutzen von Theorie(n) für die Arbeit einer Historikerin oder eines Historikers besteht.

Einführende Literatur:

  • Stefan Jordan; Theorien und Methoden der Geschichtswissenschaft. Orientierung Geschichte. Paderborn 2009.
  • Neville Morley, Theories, models and concepts in ancient history, London 2004.
  • Christian Meier, Max Weber und die Antike, in: Max Weber. Ein Symposium, hrsg. von C. Gneuss/J. Kocka, München 1988, 11-24.
  • Wilfried Nippel, Alte Geschichte und Sozialanthropologie, Frankfurt/Main 1990.

 

Sonstige Veranstaltungen

Prof. Dr. Rene Pfeilschifter: Staatsexamenskurs Alte Geschichte (Blockveranstaltung)

Freitag, der 26.10.2018, von 10–17 Uhr, Lehrstuhl für Alte Geschichte, Raum 3.37 (Residenz).

Samstag, der 08.12.2018, von 08–13 Uhr, Zentrales Hörsaal- und Seminargebäude, (Hubland Süd);

Freitag, der 11.01.2019, von 10–17 Uhr, Lehrstuhl für Alte Geschichte, Raum 3.37 (Residenz).

Ziel des Kurses ist es, auf die Situation der schriftlichen Staatsexamensprüfung im vertieft studierten Fach wie im Unterrichtsfach vorzubereiten. In einem ersten Block sprechen wir über angemessene Lernstrategien, die Auswahl geeigneter Lehrveranstaltungen und Literatur, über das Anforderungsprofil der Staatsexamensklausur, über eine adäquate Themenwahl in der Klausur selbst und über ein zielführendes Zeitmanagement. Im zweiten Block schreiben die Teilnehmer eine Klausur, und zwar unter Echtzeitbedingungen 8–12 bzw. 13 Uhr. Ich korrigiere die Übungsklausuren, und in einem dritten Block sprechen wir über das, was gut gelaufen ist und was weniger gut. Der Kurs bietet keinen inhaltlichen Durchgang durch die griechisch-römische Geschichte – dafür sind Vorlesungen, Grundkurs und eigene Lektüre da –, und natürlich gibt er keine Hinweise auf zukünftige Themen. Sehr wohl aber soll er Ängste und Unsicherheiten vor einer fünf- bzw. vierstündigen, sehr wichtigen Klausur abbauen.

 

Hauptseminar Mittelalterliche Geschichte

Prof. Dr. Rene Pfeilschifter: Das römische Westeuropa und der Beginn des Mittelalters

Montag 10-12 Uhr – Lehrstuhl für Alte Geschichte (Residenz, Raum 3.37)

Im dritten Jahrhundert bekamen die Römer zunehmend Schwierigkeiten, die Vorgänge an der Rhein- und Donaugrenze zu kontrollieren, und damit setzte die Verwandlung Europas ein, die bis zum Ende des Millenniums andauern sollte. Im Seminar konzentrieren wir uns auf den Höhepunkt dieses Prozesses, vom späten vierten bis zum frühen sechsten Jahrhundert, als die römische Staatlichkeit zwar noch bestand, aber immer schwächer wurde, als neue, von ‚Barbaren‘ getragene Ordungsformationen entstanden und sich wider, ohne oder mit dem Kaiser behaupteten, als die Germanen das antike Erbe zertrümmerten und dessen Reste ins Mittelalter trugen. Im Kern der Betrachtung stehen die vier geographischen Großräume Westeuropas – Italien, die Iberische Halbinsel, Britannien und natürlich Gallien/Germanien – und die Frage, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede die Transformationsprozesse zwischen Römern auf der einen und Goten, Angeln, Sachsen, Franken und Burgundern auf der anderen Seite aufweisen.

Einführende Literatur:

  • Rene Pfeilschifter, Die Spätantike. Der eine Gott und die vielen Herrscher (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 20172.
  • Henning Börm, Westrom. Von Honorius bis Justinian (Urban-Taschenbücher 735), Stuttgart 2013.
  • Bruno Bleckmann, Die Germanen. Von Ariovist bis zu den Wikingern, München 2009.
  • Bryan Ward-Perkins, The Fall of Rome and the End of Civilization, Oxford 2005.
  • Mischa Meier (Hrsg.), Sie schufen Europa. Historische Portraits von Konstantin bis Karl dem Großen, München 2007.

 

Digital Humanities

PD Dr. Jorit Wintjes: Einführung in die Konfliktsimulation

Dienstag 16-18 Uhr – Lehrstuhl für Alte Geschichte (Residenz, Raum 3.36

Das Seminar bietet zunächst einen Überblick über die Geschichte der Konfliktsimulation und führt anhand von ausgewählten Beispielen aus dem Zusammenhang der Alten Geschichte in die Nutzungsmöglichkeiten derartiger Simulationen ein.

Einführende Literatur

  • P. A. G. Sabin, Simulating War: Studying Conflict Through Simulation Games, London 2012.

 

PD Dr. Jorit Wintjes: Noble-Minded Friends and Comrades – das Offizierskorps der Royal Navy im 19. Jh.

Mittwoch 8-10 Uhr – Lehrstuhl für Alte Geschichte (Residenz, Raum 3.37)

Das Seminar führt in den Umgang mit biographischen Daten, der Analyse und der Visualisierung von Personennetzwerken ein. Als konkretes Beispiel steht das Offizierskorps der Royal Navy der viktorianischen Zeit im Mittelpunkt; als Kerndatensatz dienen die Ergebnisse des ersten Würzburger Hackathon aus dem Jahr 2017.

Einführende Literatur:

  • F. Jannidis, Netzwerke, in: Fotis Jannidis et al. (ed.), Digital Humanities. Eine Einführung, Stuttgart 2017 (grundlegend).

 

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97074 Würzburg

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