Intern
Institut für Geschichte

Lehrveranstaltungen

Wintersemester 2017/18 

Vorlesung 

Prof. Dr. Rene Pfeilschifter: Die römische Republik von den Gracchen bis zum Konsulat Ciceros 

Dienstag 1214 Uhr – Philosophiegebäude, Hörsaal 05 (Hubland Süd)

Mit den Reformen der Brüder Tib. und C. Sempronius Gracchus begann, in der zweiten Hälfte des zweiten Jahrhunderts v. Chr., die Krise der Republik. Dies weniger, weil die Initiativen gescheitert oder weil die Sachprobleme ungelöst geblieben wären – beides war nur zum Teil der Fall –, sondern weil eine bislang nicht gekannte Härte in die innenpolitische Konfrontation einzog: Beide Gracchen wurden von ihren Gegnern erschlagen. Gewalt und Mord wurden bald legitime Mittel der Auseinandersetzung, für weitere Volkstribunen, aber schließlich auch für die Feldherren Marius und Sulla, die mit ihren Legionen den ersten, reichsweiten Bürgerkrieg vom Zaun brachen. Die außenpolitischen Herausforderungen verblaßten dagegen, aber immerhin mußten die Römer noch einmal, das letzte Mal für ein halbes Jahrtausend, um ihr Imperium fürchten, als die italischen Bundesgenossen sich erhoben. Die Vorlesung wird dennoch keine Geschichte eines unaufhaltsamen Niedergangs referieren. Es gab immer noch lange Phasen der Stabilität und des ordentlichen Funktionierens des politischen Systems. Und in den Stunden der Not erwuchsen der Republik immer wieder Verteidiger. M. Tullius Cicero, der 63 v. Chr. den Putsch Catilinas niederschlug, war nur der prominenteste von ihnen.

 

Einführende Literatur:

  • Wolfgang Blösel, Die römische Republik. Forum und Expansion (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 2015 [im Campusnetz als E-Book verfügbar].
  • Karl Christ, Krise und Untergang der römischen Republik, Darmstadt 20004.
  • Matthias Gelzer, Cicero. Ein biographischer Versuch, Wiesbaden 1969.
  • Bernhard Linke, Die römische Republik von den Gracchen bis Sulla (Geschichte kompakt), Darmstadt 2012 [im Campusnetz als E-Book verfügbar].

Grundkurs

PD Dr. Jorit Wintjes: Grundkurs zur Alten Geschichte

Mittwoch 1012 Uhr  Philosophiegebäude, Hörsaal 02 (Hubland Süd)

Der Grundkurs gibt einen Überblick über die wichtigsten Epochen der Alten Geschichte und führt in Ereignis-, Gesellschafts-, Struktur- und Mentalitätsgeschichte der griechischen und römischen Welt ein.

 

Einführende Literatur:

  • Elke Stein-Hölkeskamp, Das archaische Griechenland. Die Stadt und das Meer (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 2015 [im Campusnetz als E-Book verfügbar].
  • Sebastian Schmidt-Hofner, Das klassische Griechenland. Der Krieg und die Freiheit (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 2016 [im Campusnetz als E-Book verfügbar].
  • Peter Scholz, Der Hellenismus. Der Hof und die Welt (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 2015 [im Campusnetz als E-Book verfügbar].
  • Wolfgang Blösel, Die römische Republik. Forum und Expansion (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 2015 [im Campusnetz als E-Book verfügbar].
  • Armin Eich, Die römische Kaiserzeit. Die Legionen und das Imperium (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 2014 [im Campusnetz als E-Book verfügbar].
  • Rene Pfeilschifter, Die Spätantike. Der eine Gott und die vielen Herrscher (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 2014 [im Campusnetz als E-Book verfügbar]. 

Proseminare 

Prof. Dr. Rene Pfeilschifter: Nero 

Dienstag 1618 Uhr – Lehrstuhl für Alte Geschichte, Raum 3.37 (Residenz)

Nero, Herrscher über das Römische Reich von 54 bis 68 n. Chr., gilt als einer der großen Wahnsinnigen auf dem Kaiserthron: ein Muttermörder, Brandstifter, Christenverfolger, Möchtegernkünstler, ohne Sinn für die Bedürfnisse seiner Untertanen und die Anforderungen seiner hohen Stellung. Dieses Bild geht auf die antiken Quellen zurück, die Nero voreingenommen und zumeist mißgünstig schildern, falsch ist es deswegen aber noch nicht. Nur ist es zu einfach, Nero schlicht für verrückt zu erklären. Statt eine medizinische Ferndiagnose zu stellen, wollen wir die Strukturen des Kaisertums und der römischen Gesellschaft analysieren und danach fragen, wie Nero mit ihnen in Konflikt geriet, warum er immerhin 14 Jahre lang regierte und weswegen er am Schluß doch ermordet wurde. Neben der historischen Thematik führt das Seminar in Methoden und Hilfsmittel, Quellengattungen und Nachbardisziplinen der Alten Geschichte ein.

 

Einführende Literatur:

  • Karl Christ, Geschichte der römischen Kaiserzeit. Von Augustus bis zu Konstantin, München 20055.
  • Armin Eich, Die römische Kaiserzeit. Die Legionen und das Imperium (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 2014 [im Campusnetz als E-Book verfügbar].
  • Miriam T. Griffin, Nero. The End of a Dynasty, New Haven u. a. 1984.
  • Jürgen Malitz, Nero (C. H. Beck Wissen in der Beck’schen Reihe 2105), München 1999.

 

 

PD Dr. Jorit Wintjes: Griechen und Karthager auf Sizilien 

Mittwoch 1618 Uhr – Lehrstuhl für Alte Geschichte, Raum 3.37 (Residenz)

Im Zuge der sogenannten Großen Kolonisation siedelten Griechen unter anderem auf Sizilien, wo Gründungen wie Naxos, Gela oder insbesondere Syrakus sich schnell zu bedeutenden Städten entwickelten. Dabei gerieten die Griechen in Konflikt mit den Karthagern, die im Verlauf des 7. und 6. Jh. die phönizischen Siedlungen im Westen der Insel unter ihre Kontrolle gebracht hatten. Im Mittelpunkt des Seminars steht die Auseinandersetzung zwischen Griechen und Karthagern im 5. und frühen 4. Jh. v. Chr., daneben wird allgemein in Hilfswissenschaften und Arbeitsmethoden der Alten Geschichte eingeführt.

 

Einführende Literatur:

  • Martin Dreher, Das antike Sizilien, München 2008.
  • Moses Finley, Das antike Sizilien. Von der Vorgeschichte bis zur arabischen Eroberung, München 1993.
  • Marc Hofer, Tyrannen, Aristokraten, Demokraten: Untersuchungen zu Staat und Herrschaft im griechischen Sizilien von Phalaris bis zum Aufstieg von Dionysios I., Bern 2000.

 

 

Dr. Maria Osmers: Athen und Sparta im 5. Jh. v. Chr.

Montag 1214 Uhr – Lehrstuhl für Alte Geschichte, Raum 3.37 (Residenz) 

Das Seminar beleuchtet die Entwicklungen in Hellas im Anschluss an die Perserkriege und widmet sich dabei insbesondere dem Verhältnis zwischen den beiden Hegemonialmächten Athen und Sparta. Warum verschlechterte sich das Verhältnis zwischen den beiden Poleis so sehr, dass schließlich der Peloponnesische Krieg (431 bis 404 v. Chr.) ausbrauch? Welche Faktoren beeinflussten die Entscheidungen der beteiligten Akteure und waren so ausschlaggebend für den Ausbruch des – in den Worten des antiken Historikers Thukydides – „größten Kriegs aller Zeiten“? Neben den Ursachen und Gründen des Konflikts sollen auch die Dynamiken sowie die Auswirkungen auf die einzelnen Poleis sowie den griechischen Raum insgesamt betrachtet und analysiert werden. Neben der inhaltlichen Komponente des Seminars wird allgemein in die Arbeitsmethoden und Hilfswissenschaften der Alten Geschichte eingeführt.

Einführende Literatur:

  • Martin Dreher, Athen und Sparta, München 2001.
  • Simon Hornblower, The Greek World. 479-323 BC, London 20114.
  • Lawrence A. Tritle, A new History of the Peloponnesian War, Malden u. a. 2010.
  • Karl-Wilhelm Welwei, Das klassische Athen, Demokratie und Machtpolitik im 5. und 4. Jahrhundert, Darmstadt 1999.
  • Karl-Wilhelm Welwei, Sparta. Aufstieg und Niedergang einer antiken Großmacht, Stuttgart 2005.

 

 

Dr. André Heller: Alexander der Große 

Donnerstag 1012 Uhr – Lehrstuhl für Alte Geschichte, Raum 3.37 (Residenz)  

Wie kaum eine andere historische Gestalt fasziniert Alexander der Große bis heute: Neben grenzenloser Bewunderung widerfuhr ihm seit der Antike oft auch maßlose Kritik. Als er 334 den Hellespont überschritt, ahnte wohl keiner, dass Alexander binnen weniger Jahre die Eroberung des Perserreichs gelingen würde. Seine Feldzüge führten ihn über den Hindukusch bis nach Indien; die Feldzüge erweiterten das Weltbild der Griechen und stellten auch für Zeitgenossen eine merkliche Zäsur dar. Nach seinem Tod (323) jedoch zerfiel das Reich in den Kämpfen seiner Generale. Alexanders Erfolge sind Ergebnis konsequenter Ausnutzung der Vorarbeiten seines Vaters Philipp II. sowie – neben den Siegen über Dareios III. – der Beachtung indigener, insbesondere auch persischer Traditionen, was ihn manchem Althistoriker als „letzten Achaimeniden“ (P. Briant) erscheinen ließ. 

 

Einführende Literatur:

  • Johannes Engels, Philipp II. und Alexander der Große (Geschichte kompakt), Darmstadt 20122.
  • Hans-Joachim Gehrke, Alexander der Große, 6. München 20136.
  • Hans-Ulrich Wiemer, Alexander der Große, München 20152.

 

 

Dr. André Heller: Orientalische Kulte im Imperium Romanum 

Donnerstag 1416 Uhr – Lehrstuhl für Alte Geschichte, Raum 3.37 (Residenz)  

Kulte aus dem Orient prägten das religiöse Leben im Römischen Reich maßgeblich. Zu nennen sind in republikanischer Zeit die Magna Mater aus Kleinasien, deren Kultbild schon 204 v. Chr. nach Rom überführt wurde, und die ägyptischen Götter Isis und Sarapis. Die Ausübung der Kulte konnte auch zu Problemen führen, wie der Bacchanalienskandal 186 v. Chr. zeigt. In der Kaiserzeit traten weitere Götter hinzu, z. B. der aus dem Iran stammende Mithras – im 4. Jh. Konkurrent des Christentums – oder der beim Heer beliebte Iuppiter Dolichenus. Die Lektüre der einschlägigen Texte und die Berücksichtigung der Inschriften sowie der archäologischen Evidenz vermitteln einen Einblick in die Welt der orientalischen Religionen im Imperium Romanum. 

 

Einführende Literatur:

  • Manfred Clauss, Mithras. Kult und Mysterium, Darmstadt 2012.
  • Robert Turcan, The cults of the Roman Empire (The ancient world), Oxford 1996 (frz. Original „Les cultes orientaux dans le monde Romain“, Paris 20043).
  • Marteen J. Vermaseren (Hg.), Die orientalischen Religionen im Römerreich (ÉPRO93), Leiden 1981.

Hauptseminare

PD Dr. Jorit Wintjes: Die Griechen und die Lyder  

Freitag 1012 Uhr – Lehrstuhl für Alte Geschichte, Raum 3.37 (Residenz)

Im 7. und 6. Jh. v. Chr. dominierte das Lyderreich unter der Mermnadendynastie weite Teile Westkleinasiens, an dessen Küsten sie mit der griechischen Welt in Kontakt traten. Von der Faszination der Griechen mit der kleinasiatischen Zivilisation zeugen die zahlreichen Spuren, die die Lyder in der griechischen Literatur hinterlassen haben, zu denen insbesondere der sogenannte Lyder-Logos im Werk des Herodot gehört; es ist die Darstellung des Königs Krösus durch Herodot, die ersteren untrennbar mit unzählbarem Reichtum verbunden hat. Im Mittelpunkt des Seminars sollen die Kontakte zwischen den Griechen und den Lydern und insbesondere die Darstellung der Lyder in den griechischen Quellen stehen; dazu wird eine eingehende Auseinandersetzung mit Herodot sowie mit den übrigen zentralen Zeugen notwendig sein.

 

Einführende Literatur: 

  • David Asheri et al. A Commentary on Herodotus I-IV, Oxford 2007.  
  • Annick Payne; Jorit Wintjes, Lords of Asia Minor: An Introduction to the Lydians, Wiesbaden 2016.

Hinweis: Anmeldung über sb@Home!

Achtung: Am 27.10.2017 sowie am 12.01.2018 findet die Veranstaltung ausnahmsweise in der Residenz in Raum 3.36 (Bibiliothek) statt, an allen anderen Terminen in der Residenz in Raum 3.37!

 

Dr. Maria Osmers: Das römische Reich unter Caligula und Claudius 

Dienstag 1012 Uhr – Lehrstuhl für Alte Geschichte, Raum 3.37 (Residenz)

Während Caligula (3741 n. Chr.) schon von römischen Autoren als Scheusal und Tyrann gezeichnet wurde und auch noch heute als typisches Beispiel eines „verrückten Kaisers“ gilt, wurde und wird Kaiser Claudius (4154 n. Chr.) von antiken und modernen Beobachtern häufig als willensschwacher, kränklicher und wenig selbstständiger Herrscher beschrieben, der sich schon aufgrund seiner körperlichen Erscheinung nicht für sein Amt eignete. Im Sinne der jüngeren Forschung, die die stereotypen Zeichnungen beider Kaiser hinterfragt, sollen in diesem Seminar differenziertere Bilder von Caligula und Claudius entworfen werden. Welchen Problemen und Herausforderungen mussten sich beide Kaiser stellen? Wie reagierten sie auf diese, welche Problemfelder kamen auf? Inwiefern standen sie in der Tradition der julisch-claudischen Dynastie und welche Neuerungen und Innovationen brachten sie auf den Weg?

 

Einführende Literatur:

  • Karl Christ, Geschichte der römischen Kaiserzeit. Von Augustus bis zu Konstantin, München 20055.
  • Manfred Clauss (Hrsg.), Die römischen Kaiser. 55 historische Portraits von Caesar bis Iustinian, München 1997.
  • Werner Dahlheim, Geschichte der römischen Kaiserzeit (Oldenbourg Grundriss der Geschichte 3), München 20033 [im Campusnetz als E-Book verfügbar].  
  • Barbara Levick, Claudius, London 1990.
  • Aloys Winterling, Caligula. Eine Biografie, München 2003.

Hinweis: Anmeldung über sb@Home! 

 


Wissenschaftliche Übungen

Prof. Dr. Rene Pfeilschifter: Oberseminar zur Alten Geschichte

Mittwoch 1012 Uhr – Lehrstuhl für Alte Geschichte, Raum 3.31 (Residenz)

Das Seminar dient der Vorstellung und Diskussion von Qualifikationsarbeiten sowie kleinerer und größerer Forschungsprojekte. Ich bitte um eine persönliche Anmeldung in meiner Sprechstunde.

 

 

Dr. Johann Martin Thesz:  Lektüreübung Zosimos

Dienstag 1416 Uhr  Lehrstuhl für Alte Geschichte, Raum 3.37 (Residenz)

 

Das Geschichtswerk des Zosimos stellt für die Jahre 378 bis 410 eine unserer wichtigsten Quellen dar. Allerdings schildert Zosimos, der sein Werk um 500 verfasst hat, Ereignisse, die zu seiner Zeit bereits weit zurücklagen. Für seinen Bericht greift er auf die nur fragmentarisch erhaltenen Geschichtswerke des Eunapios und Olympiodoros zurück. Das Werk stellt aber trotz dieser Abhängigkeitsverhältnisse keine bloße Kompilation dar. Zosimos bietet nämlich eine eigenständige Interpretation der Geschichte, die den Untergang Roms aus der Christianisierung des Reiches und der damit einhergehenden Vernachlässigung paganer Kulte heraus erklärt. Seine ‚Geschichte der neueren Zeit‘ bildet somit einen Gegenentwurf zur christlichen Geschichtsdeutung, wie sie bei den Kirchenhistorikern zu greifen ist. Auf der Grundlage einer gemeinsamen Lektüre des Textes wollen wir der Frage nachgehen, welchen Quellenwert das Werk des Zosimos in seinen einzelnen Teilen besitzt. Angemessene Griechischkenntnisse etwa im Umfang des Graecums werden vorausgesetzt.

Textgrundlage: Zosime, Histoire nouvelle. Texte établi et traduit par François Paschoud, 3 Bde. (5 Teilbde.), Paris 1971–1989.

Literatur:

  • Mischa Meier, Zosimos, in: DNP 12/2, 2002, Sp. 843–845
  • François Paschoud, Zosimos (8), in: RE 10 A, 1972, Sp. 795–841

Hinweis: Griechischkenntnisse werden vorausgesetzt!


Sonstige Übungen

Dr. Maria Osmers: Begleitveranstaltung zum Praxismodul Geschichte (Blockveranstaltung)

Montag, der 23.10.2017, von 18–20 Uhr  Lehrstuhl für Alte Geschichte, Raum 3.37 (Residenz)

Die Veranstaltung findet geblockt statt; die Seminarinhalte bzw. Referatsthemen werden in der vorbereitenden Sitzung am Montag, dem 23.10. von 1820 Uhr (erste Veranstaltungswoche) abgestimmt. Die Blockveranstaltungen finden voraussichtlich Ende Januar 2018 statt, die Termine werden in der ersten Sitzung bekannt gegeben.

Prof. Dr. Rene Pfeilschifter: Staatsexamenskurs Alte Geschichte (Blockveranstaltung)

Freitag, der 27.10.2017, von 10–17 Uhr, Lehrstuhl für Alte Geschichte, Raum 3.37 (Residenz);

Freitag, der 08.12.2017, von 08–13 Uhr, Zentrales Hörsaal- und Seminargebäude, Hörsaal 0.002 (Hubland Süd);

Freitag, der 12.01.2018, von 10–17 Uhr, Lehrstuhl für Alte Geschichte, Raum 3.37 (Residenz).

Ziel des Kurses ist es, auf die Situation der schriftlichen Staatsexamensprüfung im vertieft studierten Fach wie im Unterrichtsfach vorzubereiten. In einem ersten Block sprechen wir über angemessene Lernstrategien, die Auswahl geeigneter Lehrveranstaltungen und Literatur, über das Anforderungsprofil der Staatsexamensklausur, über eine adäquate Themenwahl in der Klausur selbst und über ein zielführendes Zeitmanagement. Im zweiten Block schreiben die Teilnehmer eine Klausur, und zwar unter Echtzeitbedingungen 812 bzw. 13 Uhr. Ich korrigiere die Übungsklausuren, und in einem dritten Block sprechen wir über das, was gut gelaufen ist und was weniger gut. Der Kurs bietet keinen inhaltlichen Durchgang durch die griechisch-römische Geschichte – dafür sind Vorlesungen, Grundkurs und eigene Lektüre da –, und natürlich gibt er keine Hinweise auf zukünftige Themen. Sehr wohl aber soll er Ängste und Unsicherheiten vor einer fünf- bzw. vierstündigen, sehr wichtigen Klausur abbauen. 

 

PD Dr. Jorit Wintjes: Einführung in die Konfliktsimulation

Dienstag 1618 Uhr – Lehrstuhl für Alte Geschichte, Raum 3.36 (Residenz)

Das Seminar bietet zunächst einen Überblick über Geschichte und Bedeutung von Konfliktsimulationen; dann werden anhand von konkreten Beispielen einzelne, zentrale Probleme der Erstellung von Konfliktsimulationen genauer in den Blick genommen.

 

Einführende Literatur:

  • P. A. G. Sabin. Simulating War: Studying Conflict Through Simulation Games. London: Continuum Publishing Corporation. 2012.

Materialien zum Download:

Materialien_Konfliktsimulation

 

PD Dr. Jorit Wintjes: Politik- und Konfliktsimulationen in Theorie und Praxis

Mittwoch 0810 Uhr – Lehrstuhl für Alte Geschichte, Raum 3.37 (Residenz)

Bei der Simulation politischer Entscheidungsprozesse und militärischer Konflikte handelt es sich um ein wichtiges Instrument, das seit mehr als einem Jahrhundert zur Vorbereitung politischer und militärischer Entscheidungen eingesetzt wird. Daneben kann die Simulation auch ein wichtiges Analyseinstrument für Vorgänge aus der Vergangenheit darstellen, das Einblicke in Zusammenhänge ermöglicht, die sich mit herkömmlichen Ansätzen nur schwer erhellen lassen. Ziel des Seminars ist die Auseinandersetzung mit den bei der Entwicklung einer Simulation entstehenden Problemen; hierzu wird von den Seminarteilnehmern eine Simulation erstellt und auf ihre Leistungsfähigkeit hin erprobt. Das Seminar führt in den Umgang mit biographischen Daten, der Analyse und der Visualisierung von Personennetzwerken ein. Als konkretes Beispiel steht das Offizierskorps der Royal Navy der viktorianischen Zeit im Mittelpunkt; als Kerndatensatz dienen die Ergebnisse des Hackathon 2017.

 

Einführende Literatur:

  • Fotis Jannidis, Netzwerke, in: Fotis Jannidis et al. (ed.), Digital Humanities. Eine Einführung, Stuttgart 2017, 147-161 [im Campusnetz als E-Book verfügbar].

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