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    Institut für Geschichte

     

    Projektwoche mit der Staatlichen Universität Smolensk

    Nachdem die Philosophische Fakultät im Jahr 2016 eine Kooperation mit der Staatlichen Universität Smolensk (Russland) vereinbart hat, konnte vom 5. bis zum 12. November 2017 mit Unterstützung des Auswärtigen Amts wieder ein gemeinsames Projekt zur „Lehrerausbildung im deutsch-russischen Dialog“ mit deutschen und russischen Wissenschaftlern und Studierenden durchgeführt werden. Im Zentrum stand ein interdisziplinärer Workshop zum Thema „Kriegsgewalt und Kriegsverbrechen in historischer Dimension“. Außerdem wurden Exkursionen nach Nürnberg, Bad Mergentheim und Bamberg unternommen.

     Weiterführende Links:

    Bericht auf der Homepage der Staatlichen Universität Smolensk

     Programm des Workshops „Kriegsgewalt und Kriegsverbrechen in historischer Dimension“

    Bilder von der Projektwoche

    Bericht in der einBLICK von 2016 über das Kooperationsabkommen

    Ein ausführlicher Tagungsbericht auf HSozKult wird in Kürze folgen.

     

     



    Hof und Homosexualität
    Praktiken und Diskurse vom Mittelalter bis ins 21. Jahrhundert


    Der Hof ist in den letzten Jahren unter den Vorzeichen einer erneuerten Politik- und Kulturgeschichte wieder in den Fokus der Geschichtswissenschaft gerückt, nachdem er jahrelang als veraltete, überschätzte oder gar vollständig erforschte historische Institution galt. Das Thema „Homosexualität und Hof“ wird innerhalb der Geschichtswissenschaft nach wie vor geradezu tabuisiert oder marginalisiert, obgleich die Quellen eine andere Sprache sprechen. Ein Hof erscheint ohne die Figur des homosexuellen Höflings, mithin auch des homosexuellen Monarchen, nicht denkbar. Außerhalb der Mätressenwirtschaft wurde die Sexualitätsgeschichte des Hofes kaum in den Blick genommen. Berücksichtigung verdient der teilweise fließende Übergang von traditionellen Quellengattungen der Geschichtswissenschaft zu fiktionalen Textsorten, künstlerischen und musikalischen Quellen, deren Betrachtung einen interdisziplinären Austausch zwischen historischer Forschung, Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte und Musikologie herausfordert. Der Austausch zwischen den genannten Disziplinen verspricht ein umfassendes, interdisziplinär begründetes, multiperspektivisches Bild homosexueller Lebenswirklichkeiten an Höfen freizugeben. Der Austausch mit etablierten Wissenschaftlern aus dem Bereich der internationalen Hofgeschichtsschreibung verspricht für beide Seiten fruchtbare Ergebnisse. Ziel ist es einen epochenübergreifenden Austausch zwischen  traditioneller Hofgeschichtsschreibung, jüngerer Patronageforschung und der politischen Kulturgeschichte der Homosexualität zu initiieren.


    Die von Dr. Norman Domeier (Stuttgart/Wien) und Dr. Christian Mühling (Würzburg) organisierte Tagung zum Thema "Hof und Homosexualität. Praktiken und Diskurse vom Mittelalter bis ins 21. Jahrhundert" findet vom 11.-13. Oktober 2017 auf Schloß Herrenhausen in Hannover statt. Gefördert durch freundliche Unterstützung der Volkswagenstiftung. Ein detailliertes Programm finden Sie hier.

    Ansprechpartner sind Herr Domeier (Norman.Domeier@hi.uni-stuttgart.de) und
    Herr Mühling (christian.muehling@uni-wuerzburg.de).



    Neuerscheinung: Anuschka Tischer und Peter Hoeres (Hrsg.). Medien der Außenbeziehungen von der Antike bis zur Gegenwart. Köln /Weimar / Wien 2017.


    Neuerscheinung: Anuschka Tischer. Ludwig XIV. Stuttgart 2017.


    Internationale Tagung "Dynamik durch Gewalt? Der Dreißigjährige Krieg (1618-1648) als Faktor der Wandlungsprozesse des 17. Jahrhunderts" vom 7.-9. September 2016 mehr
    Bericht über die Tagung im dk-Blog von Michael Kaiser

    Bericht über die Tagung auf HSozKult


    Bericht des russischen Video-Kanals SmolGU TV über den ersten Teil des Projekts „Lehrerausbildung im deutsch-russischen Dialog“ an der Staatlichen Universität Smolensk (3.-7. Oktober 2016). Der zweite Teil wird vom 24. bis zum 28. Oktober an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg stattfinden. Interessenten sind herzlich willkommen und können sich für weitere Informationen an den Lehrstuhl für Neuere Geschichte wenden. Das Projekt wird vom Auswärtigen Amt und vom DAAD gefördert.
    Video


    Anuschka Tischer wurde bei der Jahresversammlung der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften im März 2016 zum ordentlichen Mitglied gewählt.



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    Am Hubland
    97074 Würzburg

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