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Intern
Institut für Geschichte

Lassen

Lasse Bjoern Lassen

Wissenschaftlicher Mitarbeiter
am Lehrstuhl für
Neueste Geschichte

Institut für Geschichte
Lehrstuhl für Neueste Geschichte
Hubland Nord
Emil-Hilb-Weg 22
97074 Würzburg
Raum 03.001
Telefon: 0931-31-88213
E-Mail: lasse.lassen@uni-wuerzburg.de

 

 

2022

Promotion in Geschichtswissenschaften an der Universität Bielefeld

seit 2021      

Wissenschaftlicher Mitarbeiter im BMBF-Projekt „Der Schatten der Vergangenheit. Der Umgang mit Diktaturen in demokratischen Gesellschaften Europas. Spanien und Portugal im europäischen und lateinamerikanischen Kontext“

2013    

Master of Science: Film and Media Studies an der University of Edinburgh

2012

Bachelor of Arts: British and American Studies und Geschichtswissenschaft an der Universität Bielefeld

2008

Abitur, Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Gymnasium Barmstedt/Rantzau


Dissertation
The “Castro-Doctrine”: Cuban Diplomacy in Global Solidarity Organizations 1959-1967

Stipendien
2016-2019 Promotionsstipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes

Konferenzen und Tagungen:
2019 Transatlantic Studies Association 18th Annual Conference, University of Lancaster
2019 Cold War Research Center 10th Annual Conference, Corvinius University of Budapest
2019 Association of Political History Annual Conference, King’s College London

Organisation von Konferenzen und Workshops:
2019 Workshop „From Bolívar to UNASUR – 200 Years of Latin American Political Integration”, Universität Bielefeld
2017 Annual Seminar der Bielefeld Graduate School in History and Sociology „Grappling with the Global - The Challenge of Boundaries in History and Sociology”, Universität Bielefeld

Forschungsaufenthalte:
2018 am Instituto de Historia de Cuba (IHC) sowie im Ministerio de Relaciones Exteriores (MINREX) und der Biblioteca Nacional José Martí in Havanna, Kuba

Forschungsschwerpunkte:
Transitional Justice
Spanien und Lateinamerika im 19 und 20. Jahrhundert
Transnationale Geschichte
Kalter Krieg

 

 Teilprojekt „Francos langer Schatten. Die Aufarbeitung von Bürgerkrieg und Franquismus im europäischen und lateinamerikanischen Kontext“

Noch 2010 bezeichnete der US-amerikanische Historiker Edward Malefakis Spaniens friedlichen Übergang von der fast vierzigjährigen Diktatur des Generalissimus Francisco Franco (1936-1975) zur Demokratie als „perhaps the most successful transition from dictatorship to democracy that the world has ever witnessed“. Galt die Praxis des paktierten Übergangs, der sich in der Generalamnestie von 1977 und einer Politik des kollektiven Beschweigens der Vergangenheit manifestierte zunächst als vorbildhaft, so zeigt sich seit der Jahrtausendwende ein Wandel zur aktiven Diktaturaufarbeitung. Dies äußerte sich beispielsweise in den zivilgesellschaftlich initiierten Exhumierungen von Opfern staatlicher Massenverbrechen sowie zwei Aufarbeitungsgesetzen (2007, 2021), die rechtliche Grundlagen für eine Ächtung des Franco-Regimes und die Entfernung franquistischer Symbole aus der Öffentlichkeit legten.

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Teilprojekt erforscht die mit dem Begriff der Transitional Justice verbundenen Aufarbeitungsprozesse in Spanien. Untersucht werden hierbei die juristische Aufarbeitung, die Neubewertung beziehungsweise Entfernung von Denkmälern und Gedenktagen sowie die Darstellung der Diktatur im Bildungssystem und in Medien der Erinnerungskultur. Neben nationalen und regionalen Schwerpunkten (Katalonien, Baskenland) legt die Studie einen besonderen Fokus auf transnationale Transferprozesse der Aufarbeitung. Hier ist zum einen die deutsche Parteienarbeit von SPD, CDU und CSU sowie deren Stiftungen mit den iberischen Schwesterparteien PSOE und UCD zu nennen. Zum anderen sollen wechselseitige Versuche mit Argentinien und Chile, juristische Diktaturaufarbeitung im jeweils anderen Land zu betreiben sowie Spaniens Einfluss im Rahmen der Iberoamerikanischen Gipfel untersucht werden.

Abschließend stellt sich die Frage, inwieweit man beim Zusammenspiel spanischer, europäischer und lateinamerikanischer Akteure von der schrittweisen Entstehung einer transnationalen Erinnerungskultur sprechen kann.