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Intern
Institut für Geschichte

Roxanne Narz 

Wissenschaftliche Mitarbeiterin im 
DFG-Projekt zur Geschichte der FAZ
des Lehrstuhls für Neueste Geschichte


Institut für Geschichte
Lehrstuhl für Neueste Geschichte
Am Hubland
97074 Würzburg
E-Mail: roxanne.narz@uni-wuerzburg.de

Geb. 1990 in Lauterbach (Hessen)

2009-2013 Bachelor-Studium an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg in den Fächern Geschichte und Europäische Ethnologie/Volkskunde

2013-2015 Master-Studium an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg in den Fächern Geschichte und Europäische Ethnologie/Volkskunde

2014-2016 Wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für Neueste Geschichte bei Prof. Dr. Peter Hoeres

10/2016-1/2017 Promotionsanschubsfinanzierung der Philosophischen Fakultät

Seit 2017 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Projekt zur Geschichte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung am Lehrstuhl für Neueste Geschichte

Stipendien
2014 Förderung durch das Deutschlandstipendium für begabte und leistungsstarke Studierende

Publikationen
„Eine starke Truppe“. Die Bundeswehr im Werbebild, in: Dworok, Gerrit / Schäfer, Christina (Hg.): Fragmente zur Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Bonn 2016, S. 155-182.

Interessen- und Forschungsschwerpunkte
Visual History
Mediengeschichte
Neue Militärgeschichte
Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

Teilprojekt „Kultur im Widerstreit. Das Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung“

Unter den großen Medienakteuren der deutschen Nachkriegszeit nahm das Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ohne Zweifel einen herausragenden Stellenwert ein. Seine durch viele Quellen bezeugte Bedeutung für den Kulturbetrieb und die Kulturpolitik lässt sich nicht nur auf den Erfolg der Zeitung zurückführen, die spätestens seit den 1960er Jahren zu den wenigen bundesdeutschen Leitmedien zählt. Sie ging vielmehr mit einer journalistischen Eigenschaft einher, die die mediengeschichtliche Dissertation „Kultur im Widerstreit. Das Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung 1949-73“ stark machen will: der Bereitschaft, sich einzumischen. Das FAZ-Feuilleton mischte in den 1950er, 1960er und frühen 1970er Jahren an zentraler Stelle mit, sei es in der Frage nach dem richtigen Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit, in den Aushandlungsprozessen über die bundesdeutsche Gegenwart, in den politisierten Auseinandersetzungen um die kulturelle Moderne, in den „68er“-Debatten oder in den Diskussionen um die Gleichstellung der Geschlechter. Anhand dieser fünf Diskurse, über die sich auch ein Stück Kulturgeschichte erzählen lässt, beleuchtet das Dissertationsprojekt zum einen die Kernfragen und das Spektrum der FAZ-Feuilletonberichterstattung in den ersten drei Nachkriegsjahrzehnten. Zugleich stehen diese Themen exemplarisch für die mediale Begleitung eines fundamentalen Wandels, der von der zeithistorischen Forschung mit den Schlagwörtern „Modernisierung“, „Demokratisierung“ und „Liberalisierung“ beschrieben wird. An diesen Prozessen war das Feuilleton als Aushandlungsfeld der gesellschaftlichen Selbstverständigung aktiv beteiligt. Zum anderen zeichnet die Dissertation am Beispiel der herausgegriffenen Themenfelder die Geschichte der FAZ-Feuilletonredaktion nach. Die großen zeitgenössischen Debatten sorgten auch hinter den Kulissen für Bewegung, wirkten auf das innere Gefüge der Zeitung, auf das journalistische Selbstverständnis der Redakteurinnen und Redakteure und das Verhältnis zwischen den drei großen Ressorts Politik, Wirtschaft und Feuilleton zurück. Durch die Verknüpfung dieser Ebenen lassen sich wesentliche Einblicke in das Innenleben und die Funktionsweisen eines Leitmediums gewinnen.