Digital Humanities
Digital Humanities am Lehrstuhl für Alte Geschichte
Der Lehrstuhl für Alte Geschichte ist mit einem regelmäßigen, an den Forschungsinteressen des Lehrstuhls orientierten Lehrangebot an der Durchführung der BA- und Masterstudiengänge des Faches Digital Humanities beteiligt. Im Mittelpunkt dieses Lehrangebots steht derzeit die Auseinandersetzung mit historischen Simulationen im Allgemeinen und Konfliktsimulationen im Besonderen.
Simulation und Schlüsselkompetenzen
Die Beschäftigung mit historischen Simulationen und Konfliktsimulationen führt die Studenten zunächst an ein Instrument heran, das sowohl in didaktischer Hinsicht zur Vermittlung von Informationen - etwa in schulischen oder musealen Kontexten - als auch in analytischer Hinsicht zur Erforschung historischer Phänomene immer mehr an Bedeutung gewinnt. Darüber hinaus kann die Auseinandersetzung mit der Simulation komplexer historischer Phänome aber auch grundlegende Schlüsselkompetenzen vermitteln:
Zum einen lassen sich analytische Fähigkeiten herausbilden, da es zur Erstellung einer Simulation notwendig ist, Prozesse, für deren Ablauf zahlreiche und unter Umständen sehr vielgestaltige Faktoren verantwortlich sind und die häufig gleichzeitig ablaufen, in einzelne Elemente zu zerlegen und diese dann mit Hinblick auf das eigentliche Ziel der Simulation zu priorisieren. Zum anderen schult die Erarbeitung entsprechender regelmechanischer Mechanismen die Fähigkeit zur Abstraktion und gezielten Reduktion komplexer Phänomene.
Das Kursangebot des Lehrstuhls
In den beiden angebotenen Kursen werden die Teilnehmer zunächst an die Problematik von historischer bzw. Konfliktsimulation herangeführt; im Mittelpunkt der im BA-Studiengang angebotenen Veranstaltungen steht dann die Durchführung einer gemeinsam erarbeiteten Simulation, während von den Teilnehmern der Veranstaltung des Masterstudiengangs eigenständig eine Simulation erstellt wird. Die konkrete Umsetzung dieser Simulationen kann sowohl in digitaler als auch in klassischer, nicht-digitaler Art und Weise erfolgen; bislang hat sich bei den größeren, am Lehrstuhl durchgeführten Simulationen die klassische Umsetzung gerade auch im Hinblick auf die Auseinandersetzung mit dabei zu beobachtenden sozialen Interaktionsphänomenen bewährt.
Die folgenden Seiten dienen zum einen der allgemeinen Information über das Kursangebot des Lehrstuhls für Alte Geschichte und sollen zum anderen einen konkreten Eindruck von der Arbeit in den Simulationsseminaren sowie den aus diesen heraus entstandenen studentischen Projekten vermitteln:
Dr. Jorit Wintjes: DH1 - Einführung in Konfliktsimulation
Dienstag 16-18 Uhr - Seminar für Alte Geschichte (Residenz, Raum 3.36)
Bei der Simulation politischer Entscheidungsprozesse und militärischer Konflikte handelt es sich um ein wichtiges Instrument, das seit mehr als einem Jahrhundert zur Vorbereitung politischer und militärischer Entscheidungen eingesetzt wird. Daneben kann die Simulation auch ein wichtiges Analyseinstrument für Vorgänge aus der Vergangenheit darstellen, das Einblicke in Zusammenhänge ermöglicht, die sich mit herkömmlichen Ansätzen nur schwer erhellen lassen.
Das Seminar bietet zunächst einen Überblick über die Geschichte der Konfliktsimulation und führt anhand von ausgewählten Beispielen aus dem Zusammenhang der Alten Geschichte in die Nutzungsmöglichkeiten derartiger Simulationen ein.
Einführende Literatur:
• P. A. G. Sabin. Simulating War: Studying Conflict Through Simulation Games.
London: Continuum Publishing Corporation. 2012.
Dr. Jorit Wintjes: DH2 - Zur Erstellung von Politik- und Konfliktsimulationen
Mittwoch 08-10 Uhr - Seminar für Alte Geschichte (Residenz, Raum 3.37)
Bei der Simulation politischer Entscheidungsprozesse und militärischer Konflikte handelt es sich um ein wichtiges Instrument, das seit mehr als einem Jahrhundert zur Vorbereitung politischer und militärischer Entscheidungen eingesetzt wird. Daneben kann die Simulation auch ein wichtiges Analyseinstrument für Vorgänge aus der Vergangenheit darstellen, das Einblicke in Zusammenhänge ermöglicht, die sich mit herkömmlichen Ansätzen nur schwer erhellen lassen.
Ziel des Seminars ist die Auseinandersetzung mit den bei der Entwicklung einer Simulation entstehenden Problemen; hierzu wird von den Seminarteilnehmern eine Simulation erstellt und auf ihre Leistungsfähigkeit hin erprobt.
Wichtiger Hinweis: Das Seminar wendet sich an fortgeschrittene Studenten des BA- und MA-Studienganges; ein vorheriger Besuch des DH-Seminares 1 ist sinnvoll, aber nicht notwendig.
Einführende Literatur:
• P. A. G. Sabin. Simulating War: Studying Conflict Through Simulation Games.
London: Continuum Publishing Corporation. 2012.
