Vorschau
Bei der Vorschau handelt es sich um das vorläufige Lehrangebot. Änderungen können vorgenommen werden.
Stundenplan Sommer 2026
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08.00 bis |
| Wintjes |
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| 10.00 bis 12.00 Uhr |
| Pfeilschifter | Wintjes Pfeilschifter |
| Kreis |
12.00 bis |
| Osmers | Osmers | Heller Proseminar Das hellenistische Königtum (3.37)
| Kreis/Ó Dúill |
14.00 bis | Wintjes Proseminar Die so genannte Große Griechische Kolonisation im westlichen Mittelmeerraum (3.37) |
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| Pfeilschifter | |
16.00 bis 18.00 Uhr | Wintjes | Wintjes | Osmers Proseminar Frauenbilder und Geschlechterrollen in der späten Republik (3.37)
| Heller Proseminar Der römische Kaiserhof (3.37) |
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18.00 bis 20.00 Uhr | Pfeilschifter | Wojciech |
Vorschau
Sommersemester 2026
Vorlesungszeit: Beginn am 13.04.2026 (KW 16)
Vorlesung
PD Dr. Maria Osmers: Aufstände und Widerstand im römischen Reich
Dienstag, von 12 bis 14 Uhr, Philosophiegebäude, Hörsaal 2 (Hubland Süd)
Das römische Reich war – trotz seiner immensen Größe und der begrenzten personellen Ressourcen – ein erstaunlich stabiles Gebilde. Aus dieser Tatsache sollten wir jedoch nicht folgern, dass es in den Provinzen die meiste Zeit ruhig und friedlich war. An vielen Orten kam es immer wieder zu lokalen Unruhen oder regionalen Konflikten, die auch zu kleineren Erhebungen gegen die Obrigkeit führen konnten. Aufstände gegen Rom, die größere Gebiete erfassten, sind gerade aus der Anfangszeit der römischen Herrschaft in verschiedenen Regionen bezeugt. Zwar nahm die Zahl koordinierter Erhebungen in der Kaiserzeit ab, aber nicht zuletzt das Beispiel des jüdischen Krieges zeigt, dass Rom weiterhin mit Widerstand konfrontiert war. In der Vorlesung werden die wichtigsten Aufstände im römischen Reich vorgestellt sowie die Ursachen und Hintergründe diskutiert. Zudem wird beleuchtet, wie Rom auf diese Herausforderungen reagierte und die „Ordnung“ (wieder-)herstellte.
Einführende Literatur:
- Stephen L. Dyson, Native Revolts in the Roman Empire, in: Historia 20, 1971, 239-274;
- Gil Gambash, Rome and provincial resistance, New York u.a. 2015.
- Julia Sünskes Thompson, Aufstände und Protestaktionen im Imperium Romanum. Die severischen Kaiser im Spannungsfeld innenpolitischer Konflikte, Bonn 1990.
- Greg Woolf, Provincial Revolts in the Early Roman Empire, in: Mladen Popovic (Hrsg.), The Jewish revolt against Rome, Leiden u.a. 2011, 27-44.
Grundkurs
Prof. Dr. Jorit Wintjes: Grundkurs zur Alten Geschichte
Mittwoch, von 10 bis 12 Uhr , Philosophiegebäude, Hörsaal 2 (Hubland Süd)
Der Grundkurs gibt einen Überblick über die wichtigsten Epochen der Alten Geschichte und führt in Ereignis-, Gesellschafts-, Struktur- und Mentalitätsgeschichte der griechischen und römischen Welt ein.
Einführende Literatur:
- Elke Stein-Hölkeskamp, Das archaische Griechenland. Die Stadt und das Meer (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 2015.
- Sebastian Schmidt-Hofner, Das klassische Griechenland. Der Krieg und die Freiheit (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 2016.
- Peter Scholz, Der Hellenismus. Der Hof und die Welt (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 2015.
- Wolfgang Blösel, Die römische Republik. Forum und Expansion (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 2015.
- Armin Eich, Die römische Kaiserzeit. Die Legionen und das Imperium (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 2014.
- Rene Pfeilschifter, Die Spätantike. Der eine Gott und die vielen Herrscher (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 2018².
Proseminare
Prof. Dr. Rene Pfeilschifter: Römische Kaiserfrauen im frühen Prinzipat
Dienstag, von 16 bis 18 Uhr, Residenz (Südflügel), Raum 3.37
So wie die Frau des amerikanischen Präsidenten besaß auch die des römischen Kaisers keine offizielle politische Funktion. Doch im ersten Fall erklärt sich das aus dem Institutionengefüge eines modernen Verfassungsstaates, im zweiten aus den Bedingungen eines Gemeinwesens, das Frauen grundsätzlich keinen Anteil an der politischen Willensbildung zubilligte. Die First Lady könnte sehr wohl Präsidentin werden, wenn das amerikanische Volk sie dazu wählte (einmal ist das ja fast geschehen) – die Kaiserfrau aber konnte niemals regieren. Trotzdem vermochten Frauen römischer Kaiser immer wieder erhebliche Macht zu gewinnen, auch wenn diese nur ihrem Einfluß auf den Gatten zu danken war, also stets prekär blieb, und auf erhebliche Vorbehalte in der Gesellschaft stieß. Grenzen und Spielräume dieser weiblichen Machtausübung sollen an Beispielen wie Livia, Messalina oder Agrippina analysiert werden. Neben der historischen Thematik führt das Seminar in Methoden und Hilfsmittel, Quellengattungen und Nachbardisziplinen der Alten Geschichte ein.
Einführende Literatur:
- Armin Eich, Die römische Kaiserzeit. Die Legionen und das Imperium (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 20192.
- Hildegard Temporini-Gräfin Vitzthum (Hrsg.), Die Kaiserinnen Roms. Von Livia bis Theodora, München 2002.
- Christiane Kunst / Ulrike Riemer (Hrsgg.), Grenzen der Macht. Zur Rolle der römischen Kaiserfrauen (Potsdamer Altertumswissenschaftliche Beiträge 3), Stuttgart 2000.
- Rene Pfeilschifter, Rom. Geschichte einer Weltmacht, München 2026.
Prof. Dr. Jorit Wintjes: Die so genannte Große Griechische Kolonisation im westlichen Mittelmeerraum
Dienstag, von 14 bis 16 Uhr, Residenz (Südflügel), Raum 3.37
Die sog. Große Griechische Kolonisation führt nicht nur zur Gründung zahlreicher, später bedeutender Städte auf Sizilien, in Unteritalien und im Schwarzmeergebiet, auch an der Nordküste des westlichen Mittelmeers entstehen Gründungen, die sich als ausgesprochen erfolgreich erweisen sollten. Im Mittelpunkt des Seminars, das die Geschichte von den ersten Gründungen bis zu den Bürgerkriegen am Ende der Römischen Republik in den Blick nehmen wird, werden dabei insbesondere Geschichte und Bedeutung Massilias sowie des griechisch-karthagischen Konfliktes im westlichen Mittelmeerraum stehen.
Einführende Literatur:
- G. Ceserani, Italy's Lost Greece: Magna Graecia and the Making of Modern Archaeology, Oxford 2012.
- T. J. Dunbabin, The Western Greeks, Oxford 1948.
- Antoine Hermary, Marseille grecque: 600 - 49 av. J.-C.; la cité phocéenne, Paris 1999.
PD Dr. Maria Osmers: Frauenbilder und Geschlechterrollen in der späten Republik
Mittwoch, von 16 bis 18 Uhr, Residenz (Südflügel), Raum 3.37
Im politischen Leben Roms spielten Frauen formal eine untergeordnete Rolle. Sie hatten keinen Anteil an den Volksversammlungen und konnten keine öffentlichen Ämter innehaben. Dennoch wird Frauen in der römischen Literatur immer wieder eine bedeutende, manchmal auch verhängnisvolle Rolle zugeschrieben. Im Seminar werden wir das Leben einiger prominenter Frauen aus der Zeit der späten Republik näher beleuchten und ausloten, welche Möglichkeiten sich ihnen boten sowie welche Grenzen ihnen gesetzt wurden. Daran anschließend werden wir diskutieren, welche Rollenbilder und Erwartungen an Frauen in der römischen Republik insgesamt herangetragen wurden und welche Reaktionen es gab, wenn diese nicht erfüllt wurden. Neben der inhaltlichen Komponente des Seminars wird allgemein in die Arbeitsmethoden und Hilfswissenschaften der Alten Geschichte eingeführt.
Einführende Literatur:
- Barbara Feichtinger; Georg Wöhrle (Hrsg.), Gender Studies in den Altertumswissenschaften, Trier 2002.
- Jane F. Gardner. Frauen im antiken Rom. Familie, Alltag, Recht, München 1995.
- Elke Hartmann, Frauen in der Antike. Weibliche Lebenswelten von Sappho bis Theodora, München, 2007.
- Jenifer Neils, Die Frau in der Antike, Darmstadt 2012.
- Thomas Späth (Hrsg.), Frauenwelten in der Antike, Darmstadt 2000.
PD Dr. André Heller: Das hellenistische Königtum
Donnerstag, von 12 bis 14 Uhr, Residenz (Südflügel), Raum 3.37
Nach dem Tod Alexanders des Großen entstanden mehrere Nachfolgestaaten: die Ptolemäer, Seleukiden, Antigoniden und später Attaliden. Geographie und kulturelle Traditionen in den Reichen hatten unterschiedliche Entwicklungen zur Folge. Einerseits verstand sich der König weiterhin als Krieger in der Tradition Alexanders, andererseits etablierte sich ein auf den König konzentriertes Machtgefüge. Eine besondere Rolle spielten die Residenzstädte als kulturelle Zentren. Neben dem König konnte sich vor allem bei den Ptolemäern die Königin als eigenständig agierende Persönlichkeit emanzipieren. Anhand schriftlicher wie numismatischer und archäologischer Quellen soll die Entwicklung des hellenistischen Königtums nachgezeichnet werden. Daneben führt das Seminar allgemein in Methoden und Arbeitsinstrumente der Alten Geschichte ein; außerdem werden Techniken zum korrekten Abfassen einer Wissenschaftlichen Hausarbeit vermittelt.
Einführende Literatur:
- A. Chaniotis, War in the Hellenistic world: a social and cultural history, Oxford/Malden, MA 2005.
- C. Kunst, Basilissa: die Königin im Hellenismus, 2 Bdd., Rahden 2021.
- B. Meißner, Hellenismus, Darmstadt 2007.
- P. Scholz, Der Hellenismus: der Hof und die Welt, München 2015.
- G. Weber, Kulturgeschichte des Hellenismus. Von Alexander dem Großen bis Kleopatra, Stuttgart 2007.
PD Dr. André Heller: Der römische Kaiserhof
Donnerstag, von 16 bis 18 Uhr, Residenz (Südflügel), Raum 3.37
Die Etablierung des Prinzipats durch Augustus führte zur Verschiebung der Macht weg vom Senat zum Kaiser, dessen Residenz auf dem Palatin nun als Schaltzentrale fungierte. Der Umgang mit den Senatoren spiegelte seine Herrschaftsauffassung wider – „gute“ Kaiser pflegten offenen Kontakt, „schlechte“ Kaiser schotteten sich ab. Der kaiserliche Hof übernahm somit die Funktion eines Kommunikationsraumes; durch Empfänge und Gastmähler zeigte der Kaiser sich als fürsorglicher Patron republikanischer Tradition. „Hof“ ist hierbei nicht nur als Gebäude, sondern als Institution zu verstehen, in der die kaiserliche Familie und die Dienerschaft lebten. Anhand schriftlicher, numismatischer und archäologischer Quellen soll ein Bild des Hofes gezeichnet werden. Daneben führt das Seminar allgemein in Methoden und Arbeitsinstrumente der Alten Geschichte ein; außerdem werden Techniken zum korrekten Abfassen einer Wissenschaftlichen Hausarbeit vermittelt.
Einführende Literatur:
- M. Beard, Die Kaiser von Rom. Herrscher über Volk und Reich (a. d. Engl. v. U. Blank-Sangmeister), Frankfurt a. M. 2024.
- A. Hoffmann/Wulf, U. (Hgg.), Die Kaiserpaläste auf dem Palatin in Rom. Das Zentrum der römischen Welt und seine Bauten, 2. Aufl. Mainz 2006.
- F. Millar, The Emperor in the Roman World, London 1977.
- B. Schöpe, Der römische Kaiserhof in severischer Zeit (193–235 n. Chr.), Stuttgart 2014.
- A. Winterling, Aula Caesaris. Studien zur Institutionalisierung des römischen Kaiserhofes in der Zeit von Augustus bis Commodus (31 v. Chr.–192 n. Chr.), München 1999.
Hauptseminare - Ausgewählte Probleme der Alten Geschichte
Prof. Dr. Rene Pfeilschifter: Die Homerische Gesellschaft
Dienstag, von 10 bis 12 Uhr, Residenz (Südflügel), Raum 3.37
Im Seminar wollen wir mit Achilles auf dem Streitwagen stehen, mit Andromache den Verlust aller Geborgenheit beweinen, mit Penelope das Haus bewahren und mit Eumaios Schweine hüten. Dies alles bietet die Welt der Ilias und der Odyssee. Homers Schöpfung entsprang aber nicht bloß seiner Phantasie, sie spiegelte eine existierende Gesellschaft wider. Aber wie unterscheiden wir poetische Imagination von realen Vorbildern, wenn uns kaum andere Quellen zur Verfügung stehen? Was war Schimmer der seit Jahrhunderten vergangenen mykenischen Kultur, was Anregung aus der Gegenwart des achten und siebten Jahrhunderts? Wir werden uns mit Frauen und Männern beschäftigen, mit Aristokraten und Bauern, mit Gelderwerb und Waffenhandwerk, mit Monarchien und Volksversammlungen, mit Familie und Polis – falls es eine Polis schon gab. So erschließen wir uns eine archaische Gesellschaft, fragen aber auch danach, was dem Historiker die Dichtung nutzt, auch und gerade wenn sie Weltliteratur ist.
Literatur:
- Homer in den Übersetzungen von Wolfgang Schadewaldt: Ilias (Insel Taschenbuch 153), Frankfurt am Main 1975.
- Odyssee (Rowohlts Klassiker der Literatur und der Wissenschaft 29/30), o. O. 195
- Hinweis: Beides in preiswerten Nachdrucken erhältlich.
Prof. Dr. Jorit Wintjes: Britannien und die römische Armee
Montag, von 16 bis 18 Uhr, Residenz (Südflügel), Raum 3.37
Für die Geschichte des römischen Britanniens, der nördlichsten Provinz des römischen Herrschaftsraumes, spielt die römische Armee eine nicht geringe Rolle. Die Provinz, die als Kornkammer Nordwesteuropas eine entscheidende Rolle bei der Versorgung des Rheinlands mit Nahrungsmitteln spielte, war Heimat dreier Legionen und der ihnen zugehörigen Auxiliareinheiten. Im Mittelpunkt des Seminars wird die Geschichte der Provinz in den ersten Jahrzehnten ihrer Existenz stehen.
Literatur:
- Anthony Birley, The Roman Government of Britain, Oxford 2005.
- Sheppard Frere, Britannia: a history of Roman Britain, London1987³.
Oberseminar
Prof. Dr. Rene Pfeilschifter: Oberseminar zur Alten Geschichte
Montag, von 18 bis 20 Uhr, Residenz (Südflügel), Raum 3.37
Das Seminar dient der Vorstellung und Diskussion von Qualifikationsarbeiten sowie kleinerer und größerer Forschungsprojekte. Ich bitte um persönliche Anmeldung in der Sprechstunde.
Theorie und Methode der Geschichtswissenschaft
Prof. Dr. Rene Pfeilschifter: Anonymus, Bellum Alexandrinum
Donnerstag, von 14 bis 16 Uhr, Residenz (Südflügel), 3.37.
Caesars Darstellung der eigenen Taten im Bürgerkrieg bricht ab, als er zum Krieg in Ägypten überleitet. Die Aufgabe hat ein unbekannter Verfasser übernommen, ein Augenzeuge wahrscheinlich, der in Caesars Heer diente. Während der neun Monate in Ägypten lernte Caesar Kleopatra kennen (über die der Anonymus so gut wie nichts zu sagen hat), übte sich, im Palastviertel eingeschlossen, im verzweifelten Straßenkampf (über den der Anonymus eine Menge zu sagen hat) und triumphierte, natürlich, am Schluß über seine Feinde. Die Begeisterung des Autors für Caesar macht sein Werk einseitig und die historische Interpretation schwierig. Von den Teilnehmern erwarte ich schon zu Beginn des Semesters einen guten Informationsstand über Caesars Bürgerkrieg, dann zu jeder Stunde eine umfassende Vorbereitung – durch Lektüre des Texts im Original und Studium der Literatur –, vor allem aber Freude an der intellektuellen, gern kontroversen Auseinandersetzung. Gute Lateinkenntnisse, die deutlich über das Eingangsniveau hinausgehen, setze ich voraus.
Einführende Literatur:
- Heinz Heinen, Kleopatra-Studien. Gesammelte Schriften zur ausgehenden Ptolemäerzeit (Xenia 49), Konstanz 2009.
- Walther Judeich, Caesar im Orient. Kritische Übersicht der Ereignisse vom 9. August 48 bis October 47, Leipzig 1885.
- Matthias Gelzer, Caesar. Der Politiker und Staatsmann, Wiesbaden 19606.
- Ann-Cathrin Harders, Kleopatra. Ägyptens letzte Königin (C. H. Beck Wissen 2960), München 2025.
Leistungsnachweis:
Regelmäßige Teilnahme, Referat mit Thesenpapier (sowie ggf. schriftliche Hausarbeit).
Master 120 und Master 45: Regelmäßige Teilnahme. Die Leistungserhebung erfolgt im epochenspezifischen Oberseminar.
Historische Grundwissenschaften
PD Dr. Maria Osmers: Die Antike in der digitalen Welt: Potenziale und Grenzen
Mittwoch, von 12 bis 14 Uhr, Lehrstuhl für Alte Geschichte, Residenz, Raum 3.37
Die Antike ist in der digitalen Welt durchaus präsent. Sie begegnet uns in Serien, Filmen und Computerspielen ebenso wie in den Sozialen Medien. An diese Erkenntnis anschließend werden wir in der Übung untersuchen, welche antiken Themen in der digitalen Welt besonders beliebt sind und die möglichen Gründe für die jeweilige Auswahl beleuchten. Zudem werden wir die Formen analysieren, in denen antike Inhalte präsentiert werden, und auf dieser Grundlage diskutieren, wie wissenschaftliche Erkenntnisse in die digitale Welt eingebracht werden könnten. Vor diesem Hintergrund werden wir auch ganz allgemein erörtern, welche Potenziale und Grenzen die digitalen Medien für die Vermittlung (alt-)historischer Inhalte bieten.
Einführende Literatur:
- Jean Alvares; Patricia Salzman-Mitchell (Hrsg.), Classical myth and film in the new millennium, New York u. a. 2018.
- Irene Berti, Hellas on screen. Cinematic receptions of ancient history, literature and myth, Stuttgart 2008.
- Craig Kallendorf (Hrsg.), A companion to the classical tradition, Malden Mass. u.a. 2007.
- Christian Rollinger, Classical antiquity in video games. Playing with the ancient world, London u. a. 2020.
Leistungsnachweis:
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Regelmäßige Teilnahme, Referat mit Thesenpapier (sowie ggf. schriftliche Hausarbeit)
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Master 120 und Master 45: Regelmäßige Teilnahme. Die Leistungserhebung erfolgt im epochenspezifischen Oberseminar.
PD Dr. Katharina Wojciech: Einführung in die lateinische Epigraphik
Dienstag, von 18 bis 20 Uhr, Lehrstuhl für Alte Geschichte, Residenz (Südflügel), Raum 3.37
In der Übung wird die wissenschaftliche Nutzung von lateinischen Inschriften vermittelt. Die Studierenden sollen sich zunächst mit den Methoden der Grundwissenschaft Epigraphik vertraut machen. Anhand unterschiedlicher Inschriftengattungen, wie Weihungen, Grabinschriften, Ehrungen u.a. wird alsdann die Rolle der Inschriften als Medien im antiken Alltagskontext diskutiert. Ausgewählte Texte werden besprochen und in Hinblick auf althistorische Fragestellungen ausgewertet. Dabei werden einfache Texte rekonstruiert, gelesen und gemeinsam übersetzt. Grundkenntnisse des Lateinischen sind ausdrücklich erwünscht.
Die Prüfungsleistung kann über eine (benotete) Hausaufgabe absolviert werden. Die Anwesenheit in der ersten Sitzung ist obligatorisch.
Literatur:
- W. Eck, Öffentlichkeit, Monument und Inschrift, in: S. Panciera (Hg.), XI Congresso Internazionale di Epigrafia Greca e Latina, Roma, 18-24 settembre 1997, Rom 1999, II 55-75.
- G. Rowe, Epigraphical Cultures of the Classsical Mediterranean: Greek, Latin, and Beyond, in: A. Erskine (Hg.): A Companion to Ancient History, Oxford 2009, 23-36.
- M.G. Schmidt, Lateinische Epigraphik, Darmstadt 32015.
Hinweis: Lateinkenntnisse sind nicht notwendig, aber von Vorteil.
Digital Humanities
Prof. Dr. Jorit Wintjes: Einführung in die Konfliktsimulation
Dienstag, von 16 bis 18 Uhr, Residenz (Südflügel), Raum 3.36
Das Seminar bietet zunächst einen Überblick über die Geschichte der Konfliktsimulation und führt anhand von ausgewählten Beispielen aus dem Zusammenhang der Alten Geschichte in die Nutzungsmöglichkeiten derartiger Simulationen ein.
Einführende Literatur:
- Grundlegend: P. A. G. Sabin. Simulating War. Studying Conflict Through Simulation Games. London: Continuum Publishing Corporation. 2012.
Prof. Dr. Jorit Wintjes: Historische Simulation – Erstellung
Mittwoch, von 8 bis 10 Uhr, Residenz (Südflügel), Raum 3.37
Im Mittelpunkt des Seminars steht die Modellierung eines gesellschaftlichen oder historischen Problems und die Erstellung eines serious game, das dieses abbildet.
Staatsexamenskurs – Alte Geschichte
Prof. Dr. Rene Pfeilschifter: Staatsexamenskurs – Alte Geschichte
- Freitag, 24.04.2026, 10-17 Uhr, Raum 3.37
- Samstag, 20.06.2026, 8-13 Uhr, HS 4
- Freitag, 03.07.2026, 10-17 Uhr, Raum 3.37
Ziel des Kurses ist es, auf die Situation der schriftlichen Staatsexamensprüfung im vertieft studierten Fach wie im Unterrichtsfach vorzubereiten. In einem ersten Block sprechen wir über angemessene Lernstrategien, die Auswahl geeigneter Lehrveranstaltungen und Literatur, über das Anforderungsprofil der Staatsexamensklausur, über eine adäquate Themenwahl in der Klausur selbst und über ein zielführendes Zeitmanagement. Im zweiten Block schreiben die Teilnehmer eine Klausur, und zwar unter Echtzeitbedingungen 8:00–12:00 bzw. 13:00 Uhr. Ich korrigiere die Übungsklausuren, und in einem dritten Block sprechen wir über das, was gut gelaufen ist und was weniger gut. Der Kurs bietet keinen inhaltlichen Durchgang durch die griechisch-römische Geschichte – dafür sind Vorlesungen, Grundkurs und eigene Lektüre da –, und natürlich gibt er keine Hinweise auf zukünftige Themen. Sehr wohl aber soll er Ängste und Unsicherheiten vor einer fünf- bzw. vierstündigen, sehr wichtigen Klausur abbauen.
Hinweise:
- Zielgruppe: alle Lehramtsstudiengänge (Gy, RS, MS, GS), keine BA- und MA-Studiengänge
- Voraussetzung: Bestandene Spezialisierungsmodulprüfung.
Kurs
Prof. Dr. Rene Pfeilschifter: Wie schreibe ich ein Buch?
Donnerstag, 30.04.2026, von 14 bis 18 Uhr s.t., Seminarraum 1 (Mensa am Hubland)
Dissertationen werden in den Geisteswissenschaften gewöhnlich als Monographien geschrieben. Sie sind also nicht nur wissenschaftliche Arbeiten, sondern auch Bücher – und Bücher wollen gelesen werden. Einladende äußere Form, strukturelle Klarheit und sprachliche Verständlichkeit führen zu mehr Aufmerksamkeit und größerer Rezeption. Wissenschaftliche Thesen und Ergebnisse werden so von einem breiteren Kreis zur Kenntnis genommen, nicht nur von den anderen fünf Menschen in der Welt, die das gleiche Spezialgebiet haben. Der Kurs ist nicht als Schreibwerkstatt angelegt und er bietet keinen fachlichen Rat. Ich will aber aus eigener Erfahrung berichten, welche Hindernisse, Durststrecken, Zwickmühlen und Enttäuschungen das wissenschaftliche Bücherschreiben vom ersten Tag an bereithält – und welche Freuden. Die Teilnehmer mögen sich bitte darauf vorbereiten, in fünf Minuten ihre Dissertationen (Ausgangspunkt, Gliederung, Ziele) vorzustellen. Wir sprechen dann gemeinsam darüber.
Hinweise:
Anmeldung per E-Mail an: kursprogramm.phil@uni-wuerzburg.de
Zielgruppe: Doktorandinnen und Doktoranden der Philosophischen Fakultät
Tutorien
Florian Kreis: Wissenschaftliches Arbeiten
Freitag, 08.05.2026, 15.05.2026, 05.06.2026, 12.06.2026) von 8 bis 12 Uhr, Residenz (Südflügel), Raum 3.37
In der Lehrveranstaltung wird an ausgewählten Beispielen in die Methodik des Faches Geschichte eingeführt. Dabei werden die Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens und die Präsentation von Arbeitsergebnissen behandelt. Der Kurs richtet sich insbesondere an Studenten des ersten Semesters. Lehramtsstudenten können sich den Kurs für den freien Bereich anrechnen lassen.
Florian Kreis / Teresa Ó Dúill: Tutorium zum Proseminar
Einzeltermine, Bekanntgabe über WueCampus!
Residenz (Südflügel), Raum 3.37 bzw. online/Hybrid.
Das Tutorium vermittelt begleitend zum Seminar allgemeine Kenntnisse zur Alten Geschichte, bietet anhand ausgewählter Beispiele einen Überblick über die fachspezifischen Hilfsmittel und Methoden der Alten Geschichte und zeigt die Interdependenzen mit anderen geisteswissenschaftlichen Teildisziplinen auf. Die Veranstaltung findet als hybrides Format statt und besteht aus digitalen Lerneinheiten und Treffen in Präsenz. Die Anmeldung erfolgt über Wue-Campus, Details zur Einschreibung werden auch in den Seminaren des Aufbaumoduls bekannt gegeben; weitere Informationen zu Terminen und Ablauf finden Sie im WueCampus-Raum
