Intern
Alte Geschichte

Vorschau

Bei der Vorschau handelt es sich um das vorläufige Lehrangebot. Änderungen können vorgenommen werden.

Stundenplan Winter 2026/27

 

 
Zeit


Montag

 
Dienstag

 
Mittwoch                     


 Donnerstag

 
Freitag

08.00 bis
10.00 Uhr

   

                                              

Wintjes
Seminar
Historische Simulation – Erstellung  (3.37)

 

                                              

   

10.00 bis
12.00 Uhr
Janosch
Proseminar

Alexander der Große und der Hellenismus
(3.37)

Pfeilschifter
Hauptseminar
Autokratie in Rom? Die Kaiser des erszen Jahrhunderts
(3.37)

Janosch
Theorie u. Methode
Antike Myten in globaler Perspektive - Narrativ, Adaption, Rezeption
(Philo-Geb.)

Wintjes
Grundkurs
Grundkurs zur Alten Geschichte
(HS 2 Hubland)

Pfeilschifter 
Theorie u. Methode
Caesar, Bellum Gallicum, Buch I
(3.37)

 

Kreis
Übung: Wissenschaftliches Arbeiten
16.10., 23.10., 06.11., 13.11., jeweils 8-12 Uhr
(3.37)

 

12.00 bis
14.00 Uhr

 

Wintjes
Vorlesung
Das Vierkaiserjahr und die Dynastie der Flavier
(HS 2 Hubland)           

Walter
Theorie u. Methode
Domitian und das Wrestling im Bett. Eine Quellenlektüre Suetons.
(3.37)

Heller     
Proseminar
Die Attaliden
(3.37) 

 

Kreis/N.N.
Tutorium zum Proseminar Einzeltermine, s. WueCampus (3.37/Hybrid)

14.00 bis
16.00 Uhr

   

 

 

 

16.00 bis 18.00 Uhr

Wintjes
Hauptseminar

Soldatenfrauen und Militärfamilien - ein anderer Blick auf die römische Armee der Kaiserzeit 
(3.37)

Wintjes
Seminar
Einführung in die Konfliktsimulation
(3.36)

Pfeilschifter
Proseminar

Die Sizilische Expedition 
(3.37)

Walter
Proseminar        
The United States of the Peloponnese: Der Archaiische Bund
(3.37)

 

Heller   
Proseminar                    
Die frühe Kaiserzeit
(3.37)

 

18.00 bis 20.00 Uhr

Pfeilschifter
Oberseminar
(3.31 Dienstz.)

 


Vorschau

Wintersemester 2026/27

Vorlesungszeit: Beginn am 19.10.2026 (KW 43)

 

  

Vorlesung

Prof. Dr. Jorit Wintjes: Das Vierkaiserjahr und die Dynastie der Flavier

Dienstag, von 12 bis 14 Uhr, Philosophiegebäude, Hörsaal 2 (Hubland Süd)

Das Ende des Julisch-Claudischen Hauses löst den ersten großen Bürgerkrieg in der römischen Geschichte seit dem Ende der Auseinandersetzung zwischen Marcus Antonius und Octavianus rund ein Jahrhundert zuvor aus; am Ende wird mit den Flaviern die zweite Dynastie des Prinzipats aus ihm hervorgehen. Die Vorlesung behandelt zunächst den Bürgerkrieg des Jahres 69, für den die Quellenlage so gut ist wie für kaum einen anderen inneren Konflikt in der römischen Kaiserzeit, und blickt dann auf die Etablierung und Festigung der Herrschaft durch die neue Dynastie.

Einführende Literatur:

  • K. Bowman et al., The Cambridge Ancient History Volume 10: The Augustan Empire, 43 BC–AD 69, Cambridge 1996² (im Uninetz verfügbar).

 

Grundkurs

Prof. Dr. Jorit Wintjes: Grundkurs zur Alten Geschichte

Mittwoch, von 10 bis 12 Uhr , Philosophiegebäude, Hörsaal 2 (Hubland Süd)

Der Grundkurs gibt einen Überblick über die wichtigsten Epochen der Alten Geschichte und führt in Ereignis-, Gesellschafts-, Struktur- und Mentalitätsgeschichte der griechischen und römischen Welt ein.

Einführende Literatur:

  • Elke Stein-Hölkeskamp, Das archaische Griechenland. Die Stadt und das Meer (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 2015.
  • Sebastian Schmidt-Hofner, Das klassische Griechenland. Der Krieg und die Freiheit (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 2016.
  • Peter Scholz, Der Hellenismus. Der Hof und die Welt (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 2015.
  • Wolfgang Blösel, Die römische Republik. Forum und Expansion (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 2015.
  • Armin Eich, Die römische Kaiserzeit. Die Legionen und das Imperium (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 2014.
  • Rene Pfeilschifter, Die Spätantike. Der eine Gott und die vielen Herrscher (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 2018².
     

 

Proseminare

Prof. Dr. Rene Pfeilschifter: Die Sizilische Expedition

Dienstag, von 16 bis 18 Uhr, Residenz (Südflügel), Raum 3.37

Ein Hilferuf einer befreundeten Stadt auf Sizilien veranlasste die Athener 415 v. Chr. dazu, eine gewaltige Kriegsflotte auszurüsten. Diese sollte die gemeinsamen Feinde, vor allem Syrakus, bezwingen und so deren Vereinigung mit Sparta vereiteln, das die athenische Stellung vernichten wollte. Vernichtet wurde dann aber die athenische Flotte, eine der größten Katastrophen der antiken Kriegführung, die den Niedergang der athenischen Großmacht einläutete. So bewirkte die Sizilische Expedition genau das, was sie verhindern wollte. Die Spartaner hatten nämlich Athen keineswegs nach der Herrschaft getrachtet, erst dessen Machtdemonstration in Sizilien trieb sie dazu. So stellt das Flottendebakel vor Syrakus das klassische Beispiel aus der Antike für Argwohn und Hybris einer Großmacht dar – eine unheilvolle, aber gar nicht so seltene Kombination in der Weltgeschichte. Neben der historischen Thematik führt das Seminar in Methoden und Hilfsmittel, Quellengattungen und Nachbardisziplinen der Alten Geschichte ein.

Quelle:

  • Thukydides, Der Peloponnesische Krieg. Übersetzt und herausgegeben von Helmuth Vretska und Werner Rinner (Universal-Bibliothek 1808), Stuttgart 2000 [für 18,80 € in jeder Buchhandlung erhältlich].

Einführende Literatur:

  • Bruno Bleckmann, Der Peloponnesische Krieg (C. H. Beck Wissen in der Beck’schen Reihe 2391), München 2007.
  • Karl-Wilhelm Welwei, Das klassische Athen. Demokratie und Machtpolitik im 5. und 4. Jahrhundert, Darmstadt 1999.
  • Donald Kagan, The Peace of Nicias and the Sicilian Expedition, Ithaca u. a. 1981.
  • Holger Sonnabend, Thukydides (Studienbücher Antike 13), Hildesheim u. a. 2004.

 

Maria Janosch: Alexander der Große und der Hellenismus

Montag, von 10 bis 12 Uhr, Residenz (Südflügel), Raum 3.37

Das Proseminar vermittelt einen Überblick über Leben und Wirken Alexanders des Großen und gibt eine Einführung in die Epoche des Hellenismus. Das Seminar enthält außerdem einen propädeutischen Überblick über die wichtigsten geschichtswissenschaftlichen Arbeitsweisen.

Einführende Literatur: 

  • Müller, Sabine: Alexander der Große – Eroberungen, Politik, Rezeption, Stuttgart, 2019.
  • Wiemer, Hans-Ulrich: Alexander der Große, 2. Aufl., München, 2015.
  • Scholz, Peter: Der Hellenismus – Der Hof und die Welt, München, 2015.

 

René Walter: The United States of the Peloponnese: Der Achaiische Bund

Mittwoch, von 16 bis 18 Uhr, Residenz (Südflügel), Raum 3.37

Wenn die Begriffe Demokratie und Antike fallen, denken die meisten an Athen. Sicherlich nicht zu Unrecht, jedoch war die Demokratie als Machtverteilungssystem in der griechischen Welt - entgegen der älteren Forschungsmeinung - auch über die klassische Zeit hinaus äußerst lebendig gewesen. Besonders der griechische Historiker Polybios bezeichnete ein spezielles politisches Gebilde als die „wahre Demokratie“: den Achaiischen Bund.

Das Seminar möchte die Geschichte des Achaiischen Bundes während des Hellenismus nachzeichnen und dabei auf dessen Kriege, Expansion, politische Debatten und insbesondere auf dessen „Verfassung“ eingehen und der Frage nachgehen, inwieweit sie Vorbild für moderne föderale Staaten war. Neben der inhaltlichen Komponente des Seminars wird allgemein in die Arbeitsmethoden und Hilfswissenschaften der Alten Geschichte eingeführt.

Einführende Literatur: 

  • Athanasios Rizakis, The Achaian League, in: Hans Beck, Peter Funke (Hrsg.), Federalism in Greek Antiquity, 2015, 118-131.
  • Ralf Urban, Wachstum und Krise des Achäischen Bundes. Quellenstudien zur Entwicklung des Bundes von 280 bis 222 v. Chr. (Historia. Einzelschriften. Heft 35) Stuttgart 1979. 
  • Andreas Bastini, Der achäische Bund als hellenische Mittelmacht. Geschichte des achäischen Koinon in der Symmachie mit Rom. (Europäische Hochschulschriften. Reihe 3: Geschichte und ihre Hilfswissenschaften. Bd. 335), Frankfurt am Main u. a. 1987.
  • Rene Pfeilschifter, Titus Quinctius Flamininus. Untersuchungen zur römischen Griechenlandpolitik, (Hypomnemata. Untersuchungen zur Antike und zu ihrem Nachleben. Band 162) Göttingen, 2005.

 

PD Dr. André Heller: Die Attaliden

Donnerstag, von 12 bis 14 Uhr, Residenz (Südflügel), Raum 3.37

Nach dem Tod Alexanders des Großen etablierten sich mehrere Nachfolgestaaten: die Ptolemäer, Seleukiden, Antigoniden und auch die Attaliden mit Pergamon als Machtzentrum. Nachdem das Reich während des 3. Jh. v. Chr. zumeist auf das Umland Pergamons beschränkt gewesen war, gelang durch das Bündnis mit Rom am Ende des Jahrhunderts der Aufstieg zur Vormacht Kleinasiens. Als 133 v. Chr. der letzte König, Attalos III., das Gebiet testamentarisch den Römern vermachte, richteten diese dort die Provinz Asia ein. Pergamon, das zeitweise kulturell mit Alexandria konkurrierte, blieb auch unter römischer Herrschaft eine wichtige Stadt. Neben der Geschichte der Attaliden und ihrer Zeit soll daher auch die Stadt Pergamon im Fokus stehen. Daneben führt das Seminar allgemein in Methoden und Arbeitsinstrumente der Alten Geschichte ein; außerdem werden Techniken zum korrekten Abfassen einer Wissenschaftlichen Hausarbeit vermittelt.

Einführende Literatur:

  • R. E. Allen, The Attalid Kingdom. A Constitutional History. Oxford 1983.
  • J. Hopp, Untersuchungen zur Geschichte der letzten Attaliden, München 1977.
  • N. Kaye, The Attalids of Pergamon and Anatolia. Money, Culture, and State Power. Cambridge/New York 2022.
  • B. Meißner, Hellenismus, 2. Aufl. Darmstadt 2016.
  • M. Zimmermann, Pergamon. Geschichte, Kultur, Archäologie, München 2011.

 

PD Dr. André Heller: Die frühe Kaiserzeit

Donnerstag, von 16 bis 18 Uhr, Residenz (Südflügel), Raum 3.37

Mit dem Sieg in der Schlacht von Actium (31 v. Chr.) beendete Oktavian den Bürgerkrieg und stellte formal die Republik wieder her. Unter dem Namen Augustus wurde er zum ersten Kaiser und inszenierte sich zwar als „Erster unter Gleichen“, überragte jedoch durch die eigene Anhäufung von Kompetenzen alle anderen. Im Seminar wird herausgearbeitet, wie Augustus die Etablierung seiner Herrschaft gelang, auf welche Säulen sich im 1. Jh. n. Chr. das Kaisertum stützte und welche Veränderungen sich vollzogen. Zu diesem Zweck werden die Herrscher der Julisch-Claudischen Dynastie (31 v. Chr.–68 n. Chr.) und die Flavier (69–96) näher betrachtet. Insbesondere wird zu klären sein, weshalb die Monarchie nie infrage gestellt wurde trotz „schlechter“ Kaiser wie Caligula oder Nero. Daneben führt das Seminar allgemein in Methoden und Arbeitsinstrumente der Alten Geschichte ein; außerdem werden Techniken zum korrekten Abfassen einer Wissenschaftlichen Hausarbeit vermittelt.

Einführende Literatur:

  • H. Brandt, Die Kaiserzeit. Römische Geschichte von Octavian bis Diocletian. 31 v. Chr.–284 n. Chr., München 2021, 1–284.
  • B. Edelmann-Singer, Das römische Reich von Tiberius bis Nero, Darmstadt 2017; D. Kienast, Augustus. Prinzeps und Monarch, 5. Aufl. Darmstadt 2014.
  • C. Meier, Res publica amissa. Eine Studie zu Verfassung und Geschichte der späten römischen Republik, 4. Aufl. Stuttgart 2017.
  • S. Pfeiffer, Die Zeit der Flavier. Vespasian, Titus, Domitian, Darmstadt 2009.

  

Hauptseminare - Ausgewählte Probleme der Alten Geschichte

Prof. Dr. Rene Pfeilschifter: Autokratie in Rom? Die Kaiser des ersten Jahrhunderts

Dienstag, von 10 bis 12 Uhr, Residenz (Südflügel), Raum 3.37

Tiberius, Caligula, Claudius und Nero sind als Prototypen unumschränkter Herrschaft in die westliche Erinnerung eingegangen. Aber kann Herrschaft unumschränkt sein? Insbesondere in der Vormoderne, mit ihren ungleich geringeren staatlichen Erzwingungsmöglichkeiten? Und was heißt ‚Selbstherrschaft‘ (die wörtliche Übersetzung von Autokratie) eigentlich? Im Seminar fragen wir nach den Grundlagen des römischen Kaisertums, nach den Strategien diverser Herrscher, nach den Zumutungen für Kaiser und Untertanen, nach Widerstand und Akzeptanz, kurzum: nach den Grenzen der Herrschaft. Unser Kronzeuge wird Tacitus mit seinen Annalen sein.

Literatur:

  • Armin Eich, Die römische Kaiserzeit. Die Legionen und das Imperium (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 20192.
  • Peter Eich, Geschichte der Frühen Römischen Kaiserzeit (Oldenbourg Grundriss der Geschichte 56), Berlin u. a. 2025 [im Campusnetz].
  • Egon Flaig, Den Kaiser herausfordern. Die Usurpation im Römischen Reich (Campus Historische Studien 7), 2. Aufl. Frankfurt am Main u. a. 2019.
  • Rene Pfeilschifter, Rom. Geschichte einer Weltmacht, München 2026.

 

Prof. Dr. Jorit Wintjes: Soldatenfrauen und Militärfamilien – ein anderer Blick auf die römische Armee der Kaiserzeit

Montag, von 16 bis 18 Uhr, Residenz (Südflügel), Raum 3.37

Gewöhnlich wird die römische Armee der frühen und hohen Kaiserzeit mit ihren Fähigkeiten auf dem Gefechtsfeld in Verbindung gebracht; die erste Assoziation dürfte der Legionär sein, ein schwerbewaffneter Fußsoldat. Tatsächlich machte der Kampfeinsatz aber nur einen kleinen Teil der lebensweltlichen Realität der römischen Armee aus; den weitaus größten Teil seiner Dienstzeit verbrachte ein römischer Soldat an seinem Garnisonsstandort. Dieser war nicht nur von Soldaten und Zivilangehörigen der römischen Armee geprägt, sondern auch von ihren Familienangehörigen. Das Seminar hat das Ziel, diese gewöhnlich vergleichsweise wenig beachteten Personengruppe näher zu beleuchten.

Literatur:

  • B. C. Hacker/M. Vining (eds.), A Companion to Women’s Military History. Leiden 2012.

  

Oberseminar

Prof. Dr. Rene Pfeilschifter: Oberseminar zur Alten Geschichte

Montag, von 18 bis 20 Uhr, Residenz (Südflügel), Raum 3.37

DDas Seminar dient der Vorstellung und Diskussion von Qualifikationsarbeiten sowie kleinerer und größerer Forschungsprojekte. Ich bitte um persönliche Anmeldung in der Sprechstunde.

  

Theorie und Methode der Geschichtswissenschaft

Prof. Dr. Rene Pfeilschifter: Caesar, Bellum Gallicum, Buch I

Mittwoch, von 10 bis 12 Uhr, Residenz (Südflügel), 3.37.

Gallia est omnis divisa in partes tres . . . In der Übung lesen wir tatsächlich den Anfang von Caesars Gallischem Krieg, die von Generationen gefürchtete Eingangslektüre im Lateinunterricht. Wir tun es im Original, weil nicht eine Übersetzung, sondern allein der lateinische Text valide Erkenntnisse über Autor, Epoche und Gegenstand erlaubt. Es handelt sich um eine historische Übung, deswegen kommt es nicht auf perfektes Übersetzen an (allerdings auf richtiges), und es wird auch nicht um die letzte Feinheit von Caesars Genitiv gehen. In den 42 Seiten des ersten Buches, die das Jahr 58 v. Chr. behandeln, geht es um das Ausgreifen des neuen Prokonsuls Caesar in das freie Gallien, zunächst in einem Feldzug gegen die wandernden Helvetier, dann in der Auseinandersetzung mit dem germanischen Anführer Ariovist. Was erfahren wir über die Völker am Nordrand der mediterranen Welt? Wie sah römische Diplomatie und Kriegführung aus? Warum tat Caesar überhaupt, was er tat, und wie gelang es ihm, seine Intervention als zwangsläufig erscheinen zu lassen? Damit ist das Hauptproblem berührt: Wie sehr kann man einem Text vertrauen, dessen Protagonist mit dem Verfasser übereinstimmt? In der Übung versuchen wir daher methodische Regeln für die Beurteilung des Quellenwerts aufzustellen. Von den Teilnehmern erwarte ich schon zu Beginn des Semesters Kenntnisse der politischen Situation um 58, dann zu jeder Stunde umfassende Vorbereitung – durch Lektüre des Texts und Studium der Literatur – und natürlich Freude an der Diskussion. Gute Lateinkenntnisse, die deutlich über das Eingangsniveau hinausgehen, sind selbstverständlich.

Einführende Literatur:

  • Markus Schauer, Der Gallische Krieg. Geschichte und Täuschung in Caesars Meisterwerk, München 2016 [im Campusnetz].
  • Martin Jehne, Caesar (C. H. Beck Wissen in der Beck’schen Reihe 2044), München 1997; Matthias Gelzer, Caesar. Der Politiker und Staatsmann, Wiesbaden 19606.
  • Martin Jehne, Der große Trend, der kleine Sachzwang und das handelnde Individuum. Caesars Entscheidungen (dtv Premium), München 2009.

Leistungsnachweis:

Regelmäßige Teilnahme, Referat mit Thesenpapier (sowie ggf. schriftliche Hausarbeit).

Master 120 und Master 45: Regelmäßige Teilnahme. Die Leistungserhebung erfolgt im epochenspezifischen Oberseminar.

 

Maria Janosch: Antike Mythen in globaler Perspektive - Narrativ, Adaption, Rezeption

Dienstag, von 10 bis 12 Uhr, Philo-Geb. (Hubland)

Antike Mythen sind auch heute noch faszinierend. Über das bloße Nacherzählen hinaus werden sie adaptiert und umgeformt, aber auch zu legitimierenden Zwecken verwendet. Diese Übung bietet anhand ausgewählter Mythen aus dem vorderasiatischen und mediterranen Raum eine Einführung in die althistorische Arbeitsweise, die Arbeitsweisen der Rezeptionsgeschichte und geht der Frage nach, wie antike Stoffe für moderne Narrative inszeniert werden können.

Einführende Literatur: 

  • Helen Morales: Antigone Rising – The Subversive Power of the Ancient Myths, London, 2020.
  • Grant Parker (Hrsg.): South Africa, Greece, Rome – Classical Confrontations, Cambridge, 2017.
  • Katherine Backler: Athena’s Sisters – Reclaiming the Women of Classical Athens, Cambridge, 2026.
  • Fred Schurink: Antiquity Made present in Reformation England, Cambridge, 2026.
  • Beate Pongratz-Leisten: Myth, Text and Image in Ancient Mesopotamia, Cambridge, 2026.

Leistungsnachweis:

Regelmäßige Teilnahme, kurzer Essay (ca. 5 Seiten).

 

René Walter: Domitian und das Wrestling im Bett. Eine Quellenlektüre Suetons 

Mittwoch, von 12 bis 14 Uhr, Residenz (Südflügel), 3.37.

Domitian hatte es nicht leicht, in der Nachwelt positiv rezipiert zu werden. Die senatorische Geschichtsschreibung ließ kaum ein gutes Haar an dem letzten Flavier. Auch der kaiserliche Sekretär Sueton hat in seiner letzten Kaiserbiographie nicht mit Kritik an Domitian gespart. In dieser Übung wollen wir die sehr überschaubare Biographie in Gänze lesen. Dabei nähern wir uns zuerst den strukturellen Vorbedingungen während der frühen und hohen Kaiserzeit und zugleich der Person Sueton selbst. Anschließend soll eine intensive und kritische Lektüre des Textes sowie die Einbeziehung weiterer Quellen (Tacitus, Cassius Dio, Münzen) dazu dienen, den Prinzipat Domitians besser zu verstehen. Lateinkenntnisse sind nicht erforderlich, aber natürlich sehr gerne gesehen.

Einführende Literatur: 

  • Armin Eich, Die römische Kaiserzeit. Die Legionen und das Imperium (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 2014.
  • Hartwin Brandt, Die Kaiserzeit. Römische Geschichte von Octavian bis Diocletian 31 v.Chr. – 284 n.Chr. (Handbuch der Altertumswissenschaft), München 2021.
  • Pat Southern, Domitian: tragic tyrant, Bloomington u.a.1997.
  • Brian W. Jones, The Emperor Domitian, London u.a. 1992.

Leistungsnachweis:

Regelmäßige Teilnahme, Referat mit Thesenpapier (sowie ggf. schriftliche Hausarbeit).

 

Digital Humanities

Prof. Dr. Jorit Wintjes: Einführung in die Konfliktsimulation

Dienstag, von 16 bis 18 Uhr, Residenz (Südflügel), Raum 3.36

Das Seminar bietet zunächst einen Überblick über die Geschichte der Konfliktsimulation und führt anhand von ausgewählten Beispielen aus dem Zusammenhang der Alten Geschichte in die Nutzungsmöglichkeiten derartiger Simulationen ein.

Einführende Literatur:

  • Grundlegend: P. A. G. Sabin. Simulating War. Studying Conflict Through Simulation Games. London: Continuum Publishing Corporation. 2012.

     

Prof. Dr. Jorit Wintjes: Historische Simulation – Erstellung

Mittwoch, von 8 bis 10 Uhr, Residenz (Südflügel), Raum 3.37

Das Seminar führt in die Erstellung einer historischen Simulation ein.

Einführende Literatur:

  • Grundlegend: P. A. G. Sabin. Simulating War: Studying Conflict Through Simulation Games. London: Continuum Publishing Corporation. 2012.

  

Tutorien

Florian Kreis: Wissenschaftliches Arbeiten

Freitag, 16.10.2026, 23.10.2026, 06.11.2026, 13.11.2026, von 8 bis 12 Uhr, Residenz (Südflügel), Raum 3.37

In der Lehrveranstaltung wird an ausgewählten Beispielen in die Methodik des Faches Geschichte eingeführt. Dabei werden die Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens und die Präsentation von Arbeitsergebnissen behandelt.

Der Kurs richtet sich insbesondere an Studenten des ersten Semesters. Lehramtsstudenten können sich den Kurs für den freien Bereich anrechnen lassen.

 

Florian Kreis / N.N.: Tutorium zum Proseminar

Einzeltermine, Bekanntgabe über WueCampus! 
Residenz (Südflügel), Raum 3.37 bzw. online/Hybrid.

Das Tutorium vermittelt begleitend zum Seminar allgemeine Kenntnisse zur Alten Geschichte, bietet anhand ausgewählter Beispiele einen Überblick über die fachspezifischen Hilfsmittel und Methoden der Alten Geschichte und zeigt die Interdependenzen mit anderen geisteswissenschaftlichen Teildisziplinen auf.

Die Veranstaltung findet als hybrides Format statt und besteht aus digitalen Lerneinheiten und Treffen in Präsenz. Die Anmeldung erfolgt über Wue-Campus, Details zur Einschreibung werden auch in den Seminaren des Aufbaumoduls bekannt gegeben; weitere Informationen zu Terminen und Ablauf finden Sie im WueCampus-Raum.