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Institut für Geschichte

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Einladung zur Ringvorlesung des WAZ

Zwischen Macht und Ohnmacht: Wasser als Ressource und Deutungskategorie - Griechen und Nicht-Griechen in klassischer und moderner Zeit

Datum: 31.01.2022, 18:15 Uhr
Kategorie: Vorträge, Ringvorlesung
Vortragende*r: Dr. Dr. Christopher Schliephake (Augsburg)

 

In einem der ältesten erhaltenen griechischen Prosatexte, Herodots „Historien“, spielt Wasser als lebensspendende (sowie als zerstörerische) Ressource eine zentrale Rolle. Dabei hat das Element Wasser aber Dimensionen, die weit über seine biologischen oder physiologischen Funktionen hinausweisen: wie der Vortrag aufzeigen soll, strukturiert Wasser die „Historien“ bzw. die von Herodot beschriebene Welt in einem geographischen, sozialen und kulturellen Sinn. Herodot bezieht sich oftmals auf den Umgang mit Wasserressourcen, um auf den technologischen Fortschritt, die sozialen Strukturen sowie die religiöse Weltsicht der Zivilisationen seiner eigenen Zeit einzugehen.
In diesem Kontext legt er ein Hauptaugenmerk auf die Art und Weise, wie das persische Reich mit Wasserressourcen umgeht, wobei Herdodot detailliert die Art und Weise bespricht, in der die persischen bzw. achaimenidischen Großkönige Wasser als Machtinstrument verwalten bzw. instrumentalisieren und dabei gezielt in die regionalen Wasserökologien eingreifen – zum Teil mit negativen Auswirkungen auf die lokalen Bevölkerungsgruppen. Herodot verwendet diese Passagen zumeist, um einen kulturellen Vergleich zwischen Griechen und Nicht-Griechen vorzunehmen sowie um die jeweiligen politischen Systeme (einschließlich monarchischer und imperialer Strukturen) zu bewerten.
Wie der Vortrag zeigen soll, hängen Fragen der Macht (und Ohnmacht) im Angesicht der Natur nicht nur mit Formen des jeweiligen technologischen oder sozialen Umgangs mit natürlichen Ressourcen zusammen, sondern auch mit der kulturellen Wahrnehmung von dem jeweils Eigenen und Fremden. Vor allem Fragen der Bewässerung und der Hydrologie haben im diachronen Vergleich dazu beigetragen, den Typus des „orientalischen Despotismus” zu begründen (der sich zugleich aus neuzeitlichen Erfahrungen des europäischen Kolonialismus und Imperialismus speiste). Der Vortrag wird der Frage nachgehen, inwieweit und ob moderne Konzepte der Imperialismusforschung diese problematische Rezeptionsgeschichte, die mit Herodot ihren Anfang nahm, weiterführen. Zugleich sollen dabei jüngere Forschungsansätze, wie die Environmental Humanities, angesprochen werden, die die bisherigen Forschungen in wichtigen Punkten ergänzen und problematisieren.

Der Vortrag findet digital statt und beginnt um 18:15 Uhr. Um Zugang zum Webinar zu erhalten, klicken Sie bitte auf den dafür eingerichteten Link auf der Homepage des WAZ:
www.uni-wuerzburg.de/forschung/waz/startseite/

Vortragsflyer

Plakat der Ringvorlesung


Lehre im Wintersemester 2021/22

Alle Veranstaltungen im Wintersemester 2021/22 finden online statt.


Buchausleihe aus der Teilbibliothek Alte Geschichte

Es besteht auch im Wintersemester 2021/22 die Möglichkeit zur Buchausleihe!
Bitte beachten Sie weiterhin die Homepage für mögliche Änderungen in den kommenden Wochen.

Achtung: Die Bibliothek bleibt am 23. 12.2021 geschlossen. Es besteht die Möglichkeit der Buchausleihe und -rückgabe vor Weihnachten am Mittwoch, dem 22.12.2021 von 9 bis 12 Uhr.

Die Ausleihe im Wintersemester 2021/22 findet immer am Donnerstag von 13.30 Uhr bis 16.00 Uhr statt.

Die Teilbibliothek Alte Geschichte bleibt aufgrund der Covid-19-Situation bis auf Weiteres für den öffentlichen Verkehr geschlossen

Allerdings können Studierende über WueCampus Arbeitsplätze in halbstündigen Zeitslots zu folgenden Zeiten buchen:

Mittwoch: 9:00 Uhr bis 12:00 Uhr

Donnerstag: 13:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Es gilt die 2G-Regel. 

 

Es besteht außerdem die Möglichkeit einer Buchausleihe zu folgenden Bedingungen:

  1. Pro Person dürfen maximal 5 Bücher gleichzeitig entliehen werden. 

  2. Der Entleiher darf die Bücher maximal eine Woche behalten. Er verpflichtet sich mit seiner Unterschrift verbindlich, die Bücher pünktlich zum im Voraus festgelegten Termin zurückzubringen (s.u.). 

  3. Es besteht keine Möglichkeit der einfachen Verlängerung der einmal entliehenen Bücher. Für eine erneute Ausleihe muss das Ausleihprozedere (s.u.) nach der Rückgabe zum nächsten Termin wiederholt werden. Der Rückgabetermin der entliehenen Bücher darf nur dann gleichzeitig als Abholtermin wahrgenommen werden, wenn andere Bücher entliehen werden sollen.

  4. Von der Ausleihe grundsätzlich ausgeschlossen sind diejenigen Bücher, die über die Zentralbibliothek (analog oder digital) bezogen werden können, die Signaturgruppen C, D sowie alle Bücher aus dem Geschäftszimmer.


Zum Prozedere:

Die Angaben zu den Büchern, die entliehen werden sollen, müssen alle vorab auf einen Ausleihzettel eingetragen werden.
Den (allein gültigen) Vordruck können Sie hier herunterladen:

Ausleihzettel Alte Geschichte

Der vollständig ausgefüllte Ausleihzettel muss spätestens einen Tag vor der Ausgabe bis 18.00 Uhr an die E-Mail: 
hilfskraefte.altegeschichte@uni-wuerzburg.de 
geschickt werden. 

Drucken Sie bitte diesen Ausleihzettel zusätzlich aus, unterschreiben ihn und bringen ihn am Tag der Abholung mit
Das Abholen sowie die Rückgabe der Bücher erfolgen jeweils am Lehrstuhl für Alte Geschichte vor dem Raum 3.36a.   
Bitte beachten Sie, dass für den Ausleih-/Rückgabevorgang in der gesamten Residenz Maskenpflicht besteht. Studierende ohne eine Nasen-Mund-Bedeckung werden abgewiesen.
Bitte halten Sie beim Warten den notwendigen Mindestabstand von 2 m ein (sowohl zu den Mitarbeitern als auch zu anderen Studierenden).
Beachten Sie: Ein Überschreiten der Ausleihfrist wird direkt gemahnt und führt zu einer Sperre für 6 Wochen!


Schließung des Sekretariats des Lehrstuhls für Alte Geschichte.

Aufgrund der vorläufigen Schließung der Residenz durch die Bayerische Schlösser- und Seenverwaltung ist das Sekretariat bis auf Weiteres für den Publikumsverkehr geschlossen.