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Intern
Institut für Geschichte

Lehrveranstaltungen

Wintersemester 2021/22

Vorlesungszeit - Beginn am: 25. Oktober 2021 (43. KW) 

 

 

Zeit Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag
8 bis 10 Uhr     Wintjes
Seminar
Digital Humanities
Theorie/Praxis
   
10 bis 12 Uhr   Pfeilschifter Hauptseminar  Alexander der Große Wintjes   Grundkurs 
Einf. i.d. Alte Geschichte
Maier
Vorlesung

Die letztenJahre d. röm. Republik
 
10 bis 12 Uhr     Pfeilschifter
Übung
Theorie und Methode
Die Leichenrede
Mi 10-12
   
12 bis 14 Uhr Osmers
Proseminar
Sklaven aufstände i.d röm. Republik
Proseminar
Die athenische Demokratie
 

Heller
Proseminar
Die griechische
Kolonisatio

 
14 bis 16 Uhr   Übung  Hist. Hilfswissen schaften Die römische Armee      
16 bis 18 Uhr Osmers  Hauptseminar  Domitian Pfeilschifter
Proseminar
Röm. Kaiserfrauen  
Wintjes
Proseminar
Die Diadochen kriege
Heller
Proseminar
Das
Antoninische
Zeitalter
 
    Wintjes
Seminar
Digital Humanities
Einführung
     
18 bis 20 Uhr Osmers
Oberseminar
Rm. 3.31
       

 

 

  

Vorlesung

PD Dr. Felix Maier: Krise mit oder ohne Alternative? - Die letzten Jahre der römischen Republik

Donnerstag, von 10 bis 12 Uhr, #WueOnline

Die Späte Römische Republik stellt eine der zentralen Epochen der Alten Geschichte dar. Die Geschichte der Transformation einer Republik in eine Monarchie wird anhand verschiedener Entwicklungen beleuchtet: Rückwirkungen der römischen Expansion auf die innenpolitischen und sozialen Verhältnisse, die Krise der Herrschaftsorganisation, der Aufstieg großer Individuen, die Reformversuche und ihr Scheitern, die Katastrophe der Bürgerkriege und schließlich der Untergang der Republik.

Einführende Literatur:

  • W. Blösel, Die römische Republik. Forum und Expanion, München 2015;
  • M. Jehne, Die römische Republik. Von der Gründung bis Caesar München 2008;
  • J. Bleicken, Geschichte der römischen Republik, München 2004.
   

Grundkurs zur Alten Geschichte

Prof. Dr. Jorit Wintjes:  Grundkurs zur Alten Geschichte

Mittwoch, von 10 bis 12 Uhr, #WueOnline  

Der Grundkurs gibt einen Überblick über die wichtigsten Epochen der Alten Geschichte und führt in Ereignis-, Gesellschafts-, Struktur- und Mentalitätsgeschichte der griechischen und römischen Welt ein.

Einführende Literatur:

  • Elke Stein-Hölkeskamp, Das archaische Griechenland. Die Stadt und das Meer (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 2015;
  • Sebastian Schmidt-Hofner, Das klassische Griechenland. Der Krieg und die Freiheit (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 2016;
  • Peter Scholz, Der Hellenismus. Der Hof und die Welt (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 2015;
  • Wolfgang Blösel, Die römische Republik. Forum und Expansion (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 2015;
  • Armin Eich, Die römische Kaiserzeit. Die Legionen und das Imperium (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 2014;
  • Rene Pfeilschifter, Die Spätantike. Der eine Gott und die vielen Herrscher (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 2018².

 

Proseminare

Das Seminar vermittelt allgemeine Kenntnisse zur Alten Geschichte, bietet anhand ausgewählter Beispiele einen Überblick über die fachspezifischen Hilfsmittel und Methoden der Alten Geschichte und zeigt die Interdependenzen mit anderen geisteswissenschaftlichen Teildisziplinen auf.

  

Prof. Dr. Rene Pfeilschifter: Römische Kaiserfrauen im frühen Prinzipat

Dienstag, von 16 bis 18 Uhr #WueOnline

So wie die Frau des amerikanischen Präsidenten besaß auch die des römischen Kaisers keine offizielle politische Funktion. Doch im ersten Fall erklärt sich das aus dem Institutionengefüge eines modernen Verfassungsstaates, im zweiten aus den Bedingungen eines Gemeinwesens, das Frauen grundsätzlich keinen Anteil an der politischen Willensbildung zubilligte. Die First Lady könnte sehr wohl Präsidentin werden, wenn das amerikanische Volk sie dazu wählte (einmal ist das ja fast geschehen) – die Kaiserfrau aber konnte niemals regieren. Trotzdem vermochten Frauen römischer Kaiser immer wieder erhebliche Macht zu gewinnen, auch wenn diese nur ihrem Einfluß auf den Gatten zu danken war, also stets prekär blieb, und auf erhebliche Vorbehalte in der Gesellschaft stieß. Grenzen und Spielräume dieser weiblichen Machtausübung sollen an Beispielen wie Livia, Messalina oder Agrippina analysiert werden. Neben der historischen Thematik führt das Seminar in Methoden und Hilfsmittel, Quellengattungen und Nachbardisziplinen der Alten Geschichte ein.

Einführende Literatur:

  • Armin Eich, Die römische Kaiserzeit. Die Legionen und das Imperium (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 20192;
  • Karl Christ, Geschichte der römischen Kaiserzeit. Von Augustus bis zu Konstantin, München 20055;
  • Hildegard Temporini-Gräfin Vitzthum (Hrsg.), Die Kaiserinnen Roms. Von Livia bis Theodora, München 2002;
  • Thomas Späth, ‘Frauenmacht’ in der frühen römischen Kaiserzeit? Ein kritischer Blick auf die historische Konstruktion der ‘Kaiserfrauen’, in: Maria H. Dettenhofer (Hrsg.), Reine Männersache? Frauen in Männerdomänen der antiken Welt, Köln u. a. 1994, 159-205;
  • Christiane Kunst / Ulrike Riemer (Hrsgg.), Grenzen der Macht. Zur Rolle der römischen Kaiserfrauen (Potsdamer Altertumswissenschaftliche Beiträge 3), Stuttgart 2000.

 

Prof. Dr. Jorit Wintjes: Die Diadochenkriege

Mittwoch, von 16 bis 18 Uhr #WueOnline

Der Tod Alexanders des Großen setzte eine Kette von Ereignissen in Gang, an deren Ende die Etablierung der hellenistischen Reiche und der Beginn einer neuen Epoche stand. Kämpften die Erben Alexanders zunächst noch um die Herrschaft im Alexanderreich, so zeigte sich bald, daß ein Erhalt des riesigen Reiches in einer Hand nicht möglich war, und die Auseinandersetzungen veränderten ihren Charakter zu Konflikten zwischen den entstehenden Reichen. Im Mittelpunkt des Seminars stehen die sogenannten Diadochenkriege zwischen dem Tod Alexanders 323 v. Chr. und der Schlacht von Corupedium 281 v. Chr.

Einführende Literatur:

  • F.W. Walbank et al. (eds.), The Cambridge Ancient History. Volume 7, Part 1: The Hellenistic World, 1984 (im Uninetz verfügbar).

 

PD Dr. Maria Osmers: Sklavenaufstände in der römischen Republik

Montag, von 12 bis 14 Uhr #WueOnline
 
Die Sklaverei war ein wesentliches Element der römischen Wirtschaft und Gesellschaft in republikanischer Zeit. Zugleich barg die Sklaverei auch Konfliktpotential – dies zeigen mehrere Aufstände, die sich im 2. und 1. Jh. v. Chr. ereigneten. Im Seminar werden wir uns mit der Institution der Sklaverei, den Lebensbedingungen der Sklaven und ihrer gesellschaftlichen Stellung beschäftigen. Ausgehend davon werden wir untersuchen, welche strukturellen Bedingungen zu den Sklavenaufständen im republikanischen Rom geführt haben. Im Zentrum stehen dabei die Erhebungen in Sizilien (136-132 und 104-101 v. Chr.) sowie der Spartacus-Aufstand. Neben der inhaltlichen Komponente des Seminars wird allgemein in die Arbeitsmethoden und Hilfswissenschaften der Alten Geschichte eingeführt.

Einführende Literatur:

  • W. Blösel, Die römische Republik. Forum und Expansion (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 2015 [im Campusnetz];
  • K. Bradley, Slavery and Rebellion in the Roman World. 140 BC-70 BC, London 1989;
  • K. Bradley, Slavery and Society at Rome, Cambridge 1994;
  • E. Herrmann-Otto, Sklaverei und Freilassung in der griechisch-römischen Welt (Studienbücher Antike 15),
  • Hildesheim 2009; L. Schumacher, Sklaverei in der Antike. Alltag und Schicksal der Unfreien, München 2001.

 

PD Dr. Maria Osmers: Die athenische Demokratie

Dienstag, von 12 bis 14 Uhr #WueOnline

Athen gilt heute als Ursprungsort der Demokratie, denn hier wurde im 5. Jh. v. Chr. ein einzigartiges und zugleich erfolgreiches Experiment gewagt: Die nicht ganz kleine Bürgerschaft der Polis setzte auf eine konsequent verwirklichte Selbstregierung und schaffte es, ihr System über einen Zeitraum von mehr als 150 Jahren trotz vieler Rückschläge aufrecht zu erhalten. Im Seminar werden wir uns mit der Entstehung, Funktionsweise und Entwicklung der athenischen Demokratie beschäftigen und die Besonderheiten und Eigenarten dieser Ordnung herausarbeiten. Neben der inhaltlichen Komponente des Seminars wird allgemein in die Arbeitsmethoden und Hilfswissenschaften der Alten Geschichte eingeführt.

  • Einführende Literatur:
  • J. Bleicken, Die athenische Demokratie, Paderborn 1995 (4. Aufl.);
  • M. Dreher, Athen und Sparta, Beck Verlag, München 2001;
  • M. Hansen, Die athenische Demokratie im Zeitalter des Demosthenes, Berlin 1995;
  • K. Raaflaub, Demokratia. Der Weg zur Demokratie bei den Griechen, Darmstadt 1995;
  • C. Meier, Die Entstehung des Politischen bei den Griechen, Frankfurt a. M. 1980;
  • K.-W. Welwei, Athen. Von den Anfängen bis zum Beginn des Hellenismus, Darmstadt 2011.

 

Dr. André Heller: Die griechische Kolonisation

Donnerstag, von 12 bis 14 Uhr #WueOnline

Von der Mitte des 8. Jh. bis ins 6. Jh. v. Chr. gründeten griechische Poleis in vielen Gebieten des Mittelmeer- und Schwarzmeerraums „Kolonien“, wobei der Begriff selbst kritisch zu sehen ist. Konzentriert waren diese Gründungen vor allem an den Küsten des Schwarzen Meeres, Siziliens, Unteritaliens und Südfrankreichs. In anderen Gebieten wie Nordafrika, Spanien und der östlichen Levante gab es dagegen kaum „Kolonien“, da dort die Phönizier zu dominant waren. Die Hintergründe dieser „Kolonisationsbewegung“ (wie Überbevölkerung in Griechenland oder wirtschaftliche Gründe) müssen auf den Einzelfall hin geprüft werden; auch der Status der Kolonien und ihre Abhängigkeit von der Mutterstadt differierten oft erheblich. Auffällig ist z. B. auch, dass eine wichtige Polis wie Athen selbst gar keine Kolonien gründete und auch Sparta mit Tarent nur eine einzige; es sind vor allem ionische Städte, insbesondere Milet, die hier hervorstechen. Neben der häufig allerdings legendenhaften Überlieferung ist die Archäologie zur Erforschung der Geschichte der griechischen „Kolonisation“ unabdingbar.

Daneben führt das Seminar allgemein in Methoden und Arbeitsinstrumente der Alten Geschichte ein; außerdem werden Techniken zum korrekten Abfassen einer Wissenschaftlichen Hausarbeit vermittelt.

Einführende Literatur:

  • J. Boardman, Kolonien und Handel der Griechen. Vom späten 9. bis zum 6. Jh. v.Chr., München 1981;
  • M. Mauersberg, Die „griechische Kolonisation“. Ihr Bild in der Antike und der modernen altertumswissenschaftlichen Forschung, Bielefeld 2019;
  • G. Pugliese Carratelli (Hrsg.), The western Greeks. Classical civilization in the Western Mediterranean, London 1996;
  • G. R. Tsetskhladze (Hrsg.), Greek Colonisation. An account of Greek colonies and other settlements overseas, 2 Bdd., Leiden 2006; 2008.

 

Dr. André Heller: Das Antoninische Zeitalter

Donnerstag, von 16 bis 18 Uhr #WueOnline

Antiken Autoren wie Aelius Aristides oder dem britischen Gelehrten Edward Gibbon im 18. Jh. galt das Antoninische Zeitalter als glücklichste Epoche des Imperium Romanum, auch weil durch Adoption der Nachfolger bestimmt wurde und somit die Wahl auf den „jeweils Besten“ (optimus quisque) gefallen sein soll. Unter Antoninus Pius (138–161) erlebte das Reich eine nie gekannte Friedenszeit; die Errichtung von Grenzmauern, wie der systematische Ausbau des Obergermanisch-Rätischen Limes, vermittelte Sicherheit. Die ältere Forschung sah Pius’ Regierung eher als „Kette schwerwiegender Versäumnisse“, was jüngst zu Recht revidiert wurde. Mark Aurel (161–180), der „Philosoph auf dem Kaiserthron“, und Lucius Verus (161–169) sahen sich schweren Kämpfen im Osten gegen die Parther und im Donauraum gegen die Germanen ausgesetzt. Mark Aurel bestimmte seinen Sohn Commodus zum Nachfolger, der sich bald als grausamer Tyrann entpuppte und sich als „Römischer Hercules“ stilisierte. Mit seiner Ermordung am letzten Tag des Jahres 192 fand das „Antoninische Zeitalter“ ein unrühmliches Ende, wenngleich Septimius Severus, Sieger der Bürgerkriege von 193–197, daran anzuknüpfen suchte.

Daneben führt das Seminar allgemein in Methoden und Arbeitsinstrumente der Alten Geschichte ein; außerdem werden Techniken zum korrekten Abfassen einer Wissenschaftlichen Hausarbeit vermittelt.

Einführende Literatur:

  • H. Bellen, Grundzüge der Römischen Geschichte, Bd. 2, Darmstadt 1998, 116–171;
  • J. Fündling, Marc Aurel, Darmstadt 2008;
  • M. Grant, The Antonines. The Roman Empire in transition, London 1996;
  • C. Michels, Antoninus Pius und die Rollenbilder des römischen Princeps. Herrscherliches Handeln und seine Repräsentation in der Hohen Kaiserzeit, Berlin/Boston, MA 2018;
  • O. Schipp, Die Adoptivkaiser, Darmstadt 2011.

 

  

Hauptseminare - Ausgewählte Probleme der Alten Geschichte I

Das Seminar bietet dem/der Studierenden die Möglichkeit, umfangreichere Sachverhalte aus dem Bereich der Alten Geschichte unter Anleitung und mit den fachspezifischen Hilfsmitteln und Methoden der Alten Geschichte aufzuarbeiten. Grundlage der Arbeit im Seminar ist die Kenntnis der in der Lektüreliste des Lehrstuhls für Alte Geschichte aufgeführten Quellentexte. Die Kenntnis bzw. begleitende Lektüre grundlegender Literatur, die per Aushang bzw. in der Lehrveranstaltung bekanntgegeben werden, wird vorausgesetzt.

 

Prof. Dr. Rene Pfeilschifter: Alexander der Große

Dienstag, 10 bis 12 Uhr, #WueOnline  

Alexander ist neben Caesar der bekannteste Politiker der Antike. Ruhm und Beinamen verdankt er einer Art des Handelns, die in der heutigen öffentlichen Meinung nicht allzuhoch im Kurs steht: dem unprovozierten Angriff auf einen Nachbarstaat und dessen systematischer Unterwerfung. Im Seminar wollen wir daher nicht nur Alexander auf seinem Eroberungszug durch das Perserreich begleiten (die faktische Ebene), sondern auch fragen, was historische Größe ausmacht, falls sie denn existiert (die reflektierende Ebene). Oder sind unsere Informationen angesichts eines Abstands von 23 Jahrhunderten einfach zu lückenhaft, um ein fundiertes Urteil über das Individuum Alexander zu fällen (die methodische Ebene)?

Einführende Literatur:

  • Hans-Ulrich Wiemer, Alexander der Große (C. H. Beck Studium), München 20152;
  • A. B. Bosworth, Conquest and Empire. The Reign of Alexander the Great, Cambridge 1988;
  • Siegfried Lauffer, Alexander der Große (dtv 4298), München 19933;
  • Hans-Joachim Gehrke, Geschichte des Hellenismus (Oldenbourg Grundriss der Geschichte 1A), München 20084 [im Campusnetz].

 

PD Dr. Maria Osmers: Domitian

Montag, 16 bis 18 Uhr, #WueOnline 

Die antiken Quellen über Domitian (81-96 n. Chr.) zeugen von einem abgrundtiefen Hass, der in ähnlicher Weise sonst nur Caligula, Nero und Commodus zuteil wurde. Dabei wollte dieser Kaiser weder sein Rennpferd zum Konsul ernennen, noch trat er als Sänger oder Gladiator in der Arena auf. Im Seminar wollen wir die Herrschaftszeit Domitians näher betrachten und ergründen, warum dieser Kaiser so unbeliebt war. Dabei werden wir auch auf die Regierungspraxis der Vorgänger und Nachfolger blicken und nach Neuerungen bzw. Veränderungen suchen, welche die Zeitgenossen irritiert haben könnten, da sie Brüche mit der traditionellen Ordnung darstellten.

Einführende Literatur:

  • B. Jones, The Emperor Domitian, London 1992; P. Southern, Domitian. Tragic Tyrant, London, New York 1997;
  • J. Gering, Domitian, dominus et deus? Herrschafts- und Machtstrukturen im Römischen Reich zur Zeit des letzten Flaviers, Rahden 2012;
  • A. Winterling, Cäsarenwahnsinn im Alten Rom, in: Jahrbuch des Historischen Kollegs 2007, München 2008, 115-139;
  • D. Schnurbuch, Rationalität und Irrationalität. die Flavier in der Sicht der biographischen Forschung, in: Aloys Winterling (Hg.), Zwischen Strukturgeschichte und Biographie. Probleme und Perspektiven einer neuen Römischen Kaisergeschichte. 31 v. Chr. - 192 n. Chr., München 2011, 277-294.

 

 

Oberseminar 

PD Dr. Maria Osmers : Oberseminar zur Alten Geschichte

Montag, von 18 bis 20 Uhr – Lehrstuhl für Alte Geschichte, Residenz, Raum 3.31 (Dienstzimmer Pfeilschifter)

Das Seminar dient der Vorstellung und Diskussion von Qualifikationsarbeiten sowie kleinerer und größerer Forschungsprojekte. Ich bitte um persönliche Anmeldung in der Sprechstunde.

Hinweise: Persönliche Anmeldung beim Dozenten; weitere Informationen zum Oberseminar auch auf der Homepage des Lehrstuhls für Alte Geschichte.

 

  

Staatsexamenskurs

Prof. Dr. Rene Pfeilschifter: Staatsexamenskurs – Alte Geschichte

Blockveranstaltungen: 29.10., 10-17 Uhr (digital), 11.12., 8-12 bzw. 13 Uhr (Hörsaal 2, Phil-Geb.), 14.1., 10-17 Uhr (digital)

Ziel des Kurses ist es, auf die Situation der schriftlichen Staatsexamensprüfung im vertieft studierten Fach wie im Unterrichtsfach vorzubereiten. In einem ersten Block (29.10., 10-17 Uhr) sprechen wir über angemessene Lernstrategien, die Auswahl geeigneter Lehrveranstaltungen und Literatur, über das Anforderungsprofil der Staatsexamensklausur, über eine adäquate Themenwahl in der Klausur selbst und über ein zielführendes Zeitmanagement. Im zweiten Block (11.12., 8-13 Uhr) schreiben die Teilnehmer eine Klausur, und zwar unter Echtzeitbedingungen 8:00-12:00 bzw. 13:00 Uhr. Ich korrigiere die Übungsklausuren, und in einem dritten Block (14.1., 10-17 Uhr) sprechen wir über das, was gut gelaufen ist und was weniger gut. Der Kurs bietet keinen inhaltlichen Durchgang durch die griechisch-römische Geschichte – dafür sind Vorlesungen, Grundkurs und eigene Lektüre da –, und natürlich gibt er keine Hinweise auf zukünftige Themen. Sehr wohl aber soll er Ängste und Unsicherheiten vor einer fünf- bzw. vierstündigen, sehr wichtigen Klausur abbauen.

 

 

Theorie und Methode der Geschichtswissenschaft

Anschließend an wesentliche Momente in der Geschichte der Historiographie und/oder an aktuelle geschichtswissenschaftliche Diskurse werden in der Lehrveranstaltung Kompetenzen im Hinblick auf Probleme der fachwissenschaftlichen Theoriebildung bzw. Methodik und deren praktische Anwendung vermittelt. Die Kenntnis bzw. begleitende Lektüre grundlegender Quellen bzw. Literatur, die per Aushang bzw. in der Lehrveranstaltung bekannt gegeben werden, wird vorausgesetzt.

Prof. Dr. Rene Pfeilschifter: Die Leichenrede auf ‚Turia‘

Mittwoch, von 10 bis 12 Uhr #WueOnline

Kurz vor der Zeitenwende hielt ein römischer Senator eine Grabrede zu Ehren seiner verstorbenen Frau, mit der er fast 41 Jahre lang verheiratet gewesen war. Den Text ließ er auf zwei Marmorplatten am Grab aufstellen. Die Erschütterung über den Tod seiner Partnerin verbirgt der Ehemann nicht. Während der Bürgerkriege der vierziger Jahre hatte er stets auf der Verliererseite gestanden, hatte zweimal fliehen müssen und war sogar geächtet worden. Seine Frau hielt nicht nur Kontakt zu ihm und traf ihn heimlich, sie verteidigte seine Rechte sogar im Angesicht der Machthaber.

Von der Inschrift ist nur knapp die Hälfte des Textes erhalten, und doch handelt es sich um eine der längsten lateinischen Grabinschriften. Wir werden uns in der Übung mit den daraus sich ergebenden methodischen Schwierigkeiten beschäftigen. Vor allem aber wird es um die rechtlichen und faktischen Normen von Ehe- und Familienleben gehen, um die Handlungsspielräume einer Frau der weiteren Oberschicht und um die Liebe in Zeiten des Terrors. In der Übung lesen wir den lateinischen Text. Da es sich um eine historische Veranstaltung handelt, kommt es nicht auf perfektes Übersetzen an, allerdings auf richtiges. Von den Teilnehmern erwarte ich schon zu Beginn des Semesters Kenntnisse der Epigraphik und der politischen Situation am Ausgang der Republik, dann zu jeder Stunde umfassende Vorbereitung – durch Lektüre des Texts und Studium der Literatur – und natürlich Freude an der Diskussion. Gute Lateinkenntnisse sind selbstverständlich.

Textgrundlage: Dieter Flach, Die sogenannte Laudatio Turiae. Einleitung, Text, Übersetzung und Kommentar (Texte zur Forschung 58), Darmstadt 1991.

Einführende Literatur:

  • Wilhelm Kierdorf, Laudatio Funebris. Interpretationen und Untersuchungen zur Entwicklung der römischen Leichenrede (Beiträge zur Klassischen Philologie 106), Meisenheim am Glan 1980;
  • Susan Treggiari, Roman Marriage. Iusti Coniuges from the Time of Cicero to the Time of Ulpian, Oxford 1991;
  • Josiah Osgood, Turia. A Roman Woman’s Civil War (Women in Antiquity), Oxford 2014.

  

  

Übungen (Historische Hilfswissenschaften)

Prof. Dr. Jorit Wintjes: Die römische Armee in dokumentarischen Zeugnissen

Dienstag, von 14 bis 16 Uhr, #WueOnline

Die römische Armee der frühen und hohen Kaiserzeit besaß einen bis in die Neuzeit nicht wieder erreichten Grad an administrativer Organisation. Dieser schlug sich auch in einer Bürokratie nieder, die in ähnlicher Weise Schriftstücke produzierte, wie dies in einer modernen Armee der Fall ist. Die wenigen erhaltene Zeugnisse bieten faszinierende Einblicke in eine Organisation, deren Einkäufer sich, wie ein Papyrus aus Ägypten belegt, Quittungen in vierfacher Ausfertigung ausstellen ließen. Die Übung gibt einen Überblick über Organisation und Struktur der römischen Armee der frühen und hohen Kaiserzeit und führt anhand zentraler Quellenstücke in die wichtigen Hilfsdisziplinen der Papyrologie und der Epigraphik ein.

Einführende Literatur:

  • P. Erdkamp (ed.), A Companion to the Roman Army, 2007 (im Uninetz verfügbar).

 

Digital Humanities

 

Prof. Dr. Jorit Wintjes:  Einführung in die Konfliktsimulation

Dienstag, 16 bis 18 Uhr

Das Seminar bietet zunächst einen Überblick über die Geschichte der Konfliktsimulation und führt anhand von ausgewählten Beispielen aus dem Zusammenhang der Alten Geschichte in die Nutzungsmöglichkeiten derartiger Simulationen ein.

Einführende Literatur:

  • Grundlegend: P. A. G. Sabin. Simulating War: Studying Conflict Through Simulation Games. London: Continuum Publishing Corporation. 2012.

  

Prof. Dr. Jorit Wintjes:  Historische Simulation – Erstellung: Noble-Minded Friends and Comrades – das Offizierskorps der Royal Navy im 19. Jh.

Mittwoch, von 8 bis 10 Uhr

Das Seminar führt in die Erstellung einer historischen Simulation ein.

Einführende Literatur:

  • Grundlegend: P. A. G. Sabin. Simulating War: Studying Conflict Through Simulation Games. London: Continuum Publishing Corporation. 2012